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Problem-Haltestelle wird verlegt

Für Kinder in Tröbigau soll der Schulweg noch vor dem Winter sicherer werden. Auch in Gaußig gibt es Verbesserungen.

© Steffen Unger

Tröbigau/Gaußig. Ein Warndreieck werden Tröbigauer Eltern in diesem Winter wahrscheinlich nicht mehr aufstellen müssen, wenn sie ihre Kinder früh zum Schulbus nach Gaußig bringen. Wegen der Haltestelle an der Naundorfer Straße, wo Kinder unmittelbar an der Fahrbahn einer viel befahrenen, aber relativ schmalen Durchgangsstraße warten müssen, griffen Eltern im vergangenen Winter zur Selbsthilfe und stellten jeden Morgen vor der Haltestelle ein Warndreieck auf. Doch nun ist eine Lösung in Sicht. Die Gemeinde Schmölln-Putzkau verlegt die Haltestelle, kündigte Bürgermeister Achim Wünsche (parteilos) auf Nachfrage der SZ an.

Geplant ist, reichlich 100 Meter dorfauswärts eine neue, sichere Bushaltestelle zu errichten. Mit Hochbord, wie es heute Standard ist. Mit einem sicheren Wartebereich neben der Straße und einem Häuschen zum Unterstellen. Die Gemeinde kaufte dafür von einem privaten Eigentümer ein Wiesengrundstück. Der Bauauftrag wurde an das Unternehmen Tief- und Ökobau Goldbach vergeben. Baubeginn werde voraussichtlich Ende Oktober sein, sagt Bauamtsleiterin Ute Stiller.

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Das Wartehäuschen ist bestellt. Eins aus Glas. Holzhäuser, wie sie anderenorts im Gemeindegebiet vereinzelt zu finden sind, gibt es, zumindest in dieser Form, nicht mehr. „Die Firma, die sie baute, besteht nicht mehr“, sagte die Bauamtsleiterin. Vor Winterbeginn soll die neue Haltestelle fertig sein. Genutzt wird sie vor allem von Kindern, die zum Evangelischen Schulzentrum nach Gaußig fahren. Die Gemeinde Schmölln-Putzkau investiert 10 000 Euro in die Tiefbauarbeiten und weitere 7 500 Euro ins Wartehäuschen. Hinzu kommen Leistungen des Landes im Wert von 36 000 Euro für die Straßenentwässerung und neuen Asphalt auf 25 Meter Länge im Bereich der neuen Haltestelle. Ob auch diese Arbeiten noch in diesem Jahr ausgeführt werden können, ist allerdings offen.

Mehrer Vorschläge unterbreitet

Viele, die zwischen Putzkau, Gaußig und Bautzen unterwegs sind, nutzen die Straße durch Tröbigau. Auch viele Lkw fahren durchs Dorf. Nicht alle Kraftfahrer sind rücksichtsvoll; nicht alle halten sich an das Tempolimit von 50 km/h im Ort, berichten Eltern. Umso glücklicher sind sie, dass sich ihr Kampf gelohnt hat. Tröbigauer Eltern wandten sich im vergangenen Jahr an die Gemeinde und das Landratsamt und machten auf das Haltestellenproblem aufmerksam. Sie unterbreiteten Vorschläge, wie es gelöst werden kann, indem sie zum Beispiel auf einen freien Platz am Ortsrand hinwiesen. Nun steht sogar eine noch bessere Lösung in Aussicht: Die Wiese, auf der die neue Haltestelle errichtet wird, befindet sich noch mitten im Dorf.

Auch im benachbarten Gaußig wird der Schulweg sicherer. An der Schlossgärtnerei entsteht eine neue Haltestelle. Sie soll vor allem für die jüngeren Schüler des Evangelischen Schulzentrums die Sicherheit erhöhen, da sie nicht so weit entfernt vom Hortgebäude ist. Darauf hatte man sich bereits im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Busplatzes geeinigt. Der entstand voriges Jahr, um das durch den Schülerverkehr bedingte hohe Busaufkommen im Ort besser zu steuern. (SZ/ir/MSM)