Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bautzen
Merken

Problem mit Lkw-Verkehr am Jugendclub

Die Straße rund um das Gebäude in Dubrauke ist sehr schmal. Über Lösungen wurde vor Ort gesprochen. Trotzdem sind die jungen Leute unzufrieden.

Von Kerstin Fiedler
Teilen
Folgen
NEU!
Philipp Nugler, Emily Haftmann, Rene Gruhl und Max Loboda (v.l.) vom Jugendclub Dubrauke sind unzufrieden mit der Straßenführung um ihr Domizil.
Philipp Nugler, Emily Haftmann, Rene Gruhl und Max Loboda (v.l.) vom Jugendclub Dubrauke sind unzufrieden mit der Straßenführung um ihr Domizil. © SZ/Uwe Soeder

Dubrauke. Sie sind eine eingeschworene Gemeinschaft, die jungen Leute vom Jugendclub Dubrauke. Stück für Stück haben sie sich ihr Domizil ausgebaut, konnten auch den Raum der Feuerwehr dazunehmen, nachdem es keine Ortsteilwehr mehr gibt. Die Toiletten haben sie saniert, einen gemütlichen Raum mit Bar geschaffen. Doch die Mitglieder des Clubs sind unzufrieden mit der Situation rund um den Jugendclub. Denn die Straße ist eng.

Das Haus und das Grundstück des Jugendclubs gehören der Gemeinde Malschwitz. Wie bei den meisten Vereinen verlangt die Gemeinde keine Miete, aber die Betriebskosten müssen beglichen werden. Jugendclubchef René Gruhl fühlt sich von der Gemeinde im Stich gelassen. „Wenn wir uns nicht selbst gekümmert und das Dach gedeckt hätten, wäre das Haus schon eingefallen“, sagt Gruhl. Derzeit haben die jungen Leute den Rasen vor dem Haus neu eingesät. Auf der Fläche gibt es eine große Feuerstelle und eine befestigte Fläche, auf der Tische und Bänke zu den Veranstaltungen aufgestellt werden. Vor allem das Weihnachtsbaumverbrennen und die Veranstaltung zu Himmelfahrt kommen nicht nur bei den 25 Vereinsmitgliedern, sondern auch den anderen Dorfbewohnern und Gästen aus umliegenden Orten an. Doch nun haben die jungen Leute ein Problem mit der Straße, die um den Jugendclub führt. Diese kleine Straße nutzen auch die Lkw, die zur Firma hinterm Club fahren. „Es kommen sogar 40-Tonner, die haben natürlich Probleme, um die Kurve zu kommen“, sagt René Gruhl. Da sei schon öfter der Straßenrand auf ihrem Gelände in Mitleidenschaft gezogen worden. Beim Ausfahren aus der Firma wird es eng an der Regenrinne. Die wurde schon öfter beschädigt. Die Straße ist nur geflickt, neigt sich in Richtung Graben. An der Spitze haben die Dubrauker nun Leitplanken installiert und mit ausgesonderten Feuerwehrschläuchen dekoriert. Kürzlich musste eine Säule weggeräumt werden, weil diese im Straßenraum gestanden haben soll. „Das können wir nicht nachvollziehen, weil die Straßengrenze gar nicht zu erkennen ist. Es gibt keine Bordsteine. Wir fühlen uns alleingelassen, in der Verwaltung finden wir kein Ohr“, sagt René Gruhl.

Planieren oder doch nicht?

Diesen Vorwurf kann der Malschwitzer Bürgermeister Matthias Seidel (CDU) überhaupt nicht verstehen. „Wir haben uns doch gerade erst vor Ort mit der Firma getroffen und Maßnahmen abgesprochen. Warum holen die Vereinsmitglieder jetzt die Presse?“, fragt er. Kurz darauf hat die Gemeinde für die Firma Lausitzer Naturbaustoffe einer Sondernutzungsgenehmigung zugestimmt. Dementsprechend könne die Firma einen Teil des Randgrundstücks nutzen, um es zu planieren. Dort hätten dann die größeren Fahrzeuge mehr Platz zum Fahren.

Allerdings ist bis jetzt nichts planiert. Das habe man derzeit auch nicht vor, sagt der Betriebsleiter der Firma, Stefan Helgest. Auch er versteht nicht, warum die Clubmitglieder nicht den Weg zu ihm finden. „Bei der Vor-Ort-Begehung habe ich Herrn Gruhl doch meine Telefonnummer gegeben“, sagt Helgest. Er will zunächst beobachten, ob es nicht ausreicht, wenn die ein bis zwei Lkw pro Woche über das Rasenstück fahren, ohne dass planiert werden muss. Und der Jugendclub hätte zugestimmt, die Bordsteine selber zu setzen. Wenn es dabei irgendwelche Probleme gibt, sollte man miteinander reden, sagen Seidel und Helgest.