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Dresden

Problemfall Airbnb?

Einem Mieter in Dresden wurde gekündigt, weil er seine Genossenschaftswohnung im Internet anbot. Wie oft kommt so etwas eigentlich vor?

Weitervermietungen ihrer Immobilien sind Wohnungsgenossenschaft ein Dorn im Auge.
Weitervermietungen ihrer Immobilien sind Wohnungsgenossenschaft ein Dorn im Auge. © dpa

Es war in der letzten Woche, als ein Fall in Striesen für Aufregung sorgte. Die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt ließ die Wohnung eines Mannes zwangsräumen, weil dieser seine Räume auf Internetplattformen wie Couchsurfing und Airbnb an Fremde vermietet hatte. 

Heraus kam das, weil sich Nachbarn über Lärm beschwerten. Per Gerichtsverfahren wollte der Mieter einklagen, dass die Genossenschaft die Untervermietung dulden muss, dem folgte das allerdings Gericht nicht. Normalerweise muss der Vermieter zustimmen, wenn eine Wohnung untervermietet wird.

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Es folgten der Ausschluss als Genossenschaftsmitglied, die Kündigung des Mietvertrages und die Zwangsräumung. Das würden in so einem Fall auch andere Genossenschaften tun. Andy Klyscz, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Aufbau (WGA), teilt mit, dass die WGA konsequent dagegen vorgehen würde, wenn es Informationen gebe, dass Wohnungen etwa bei Airbnb angeboten werden. Denn damit werde die Wohnung als Handelsware entfremdet. Außerdem entstehen neben sozialen auch steuerliche Risiken, so Klyscz. Deshalb betreibe die WGA auch regelmäßige Recherchen, um so etwas aufzuspüren. 

„Im Falle des Bekanntwerdens müssen Mieter unserer Wohnungen daher mit Entzug der Wohnung rechnen.“ Bislang seien das aber nur wenige Einzelfälle, wie viele genau, teilt Klyscz nicht mit. 

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Ein flächendeckendes Problem scheint das in Dresden nicht zu sein: Sowohl bei der Sächsischen Wohnungsgenossenschaft (SWGD) als auch bei der Eisenbahner-Wohnungsbaugenossenschaft und der Wohnungsgenossenschaft Glückauf Süd seien solche Fälle bisher nicht bekannt. Allerdings gelte der Grundsatz, dass die Wohnungen auch ausschließlich von Mitgliedern der Genossenschaften genutzt werden sollen, so SWGD-Marketingleiterin Katrin Papke. (SZ/noa)

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