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Programm für Sachsens Dorfkerne

Landflucht hat das Leben auch in der sächsischen Provinz seit der Wende mitgeprägt. Die Lebensbedingungen sollen besser werden. Deshalb will man die Dorfkerne aufmöbeln.

Haselbachtal. Die ostsächsische Gemeinde Haselbachtal bekommt vom Land Sachsen Geld für den Umbau einer Kindertagesstätte im Ortsteil Reichenbach. Dafür sollen mehr als 1,1 Millionen Euro Fördergelder fließen. Einen entsprechenden Fördermittelbescheid erhielt die Gemeinde am Montag. Das Geld stammt aus dem Programm „Vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum“. Die dabei unterstützten Projekte sollen das Leben in der Provinz attraktiver machen.

„Der ländliche Raum soll auch in Zukunft attraktive Lebens- und Arbeitsbedingungen bieten. Neben guten Bildungseinrichtungen und einer starken Infrastruktur gehört dazu auch ein ansprechendes Erscheinungsbild unserer Dorfzentren“, sagte Umwelt-Staatssekretär Frank Pfeil zur Übergabe des Fördermittelbescheids. Mit einer Verbesserung der Dorfkerne könne auch die Ausweitung neuer Bauflächen auf der grünen Wiese und damit ein Flächenverlust für die Landwirtschaft vermieden werden.

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Die Vorhaben im Programm „Vitale Dorfkerne“ korrespondieren mit den Entwicklungsstrategien der sogenannten LEADER-Gebiete. LEADER (französisch: Liaison entre actions de développement de l’économie rurale) ist eine EU-Initiative zur Entwicklung der ländlichen Räume unter maßgeblicher Mitarbeit der Bevölkerung. Sachsen hatte den Regionen in der laufenden Förderperiode größere Gestaltungsräume bei den entsprechenden EU-Mitteln eingeräumt und mehr Verantwortung übertragen. 30 Regionen sind in das Projekt eingebunden.

„Uns ist wichtig, dass die Regionen auch bei den „Vitalen Dorfkernen“ mitentscheiden, denn dieses Programm ergänzt LEADER. Nicht zuletzt ist es auch ein Beitrag zur Entlastung der LEADER-Budgets um die ausgewählten, zumeist umfangreicheren kommunalen Vorhaben“, betonte Pfeil. Mit dem Programm „Vitale Dorfkerne“ wurden seit 2016 bereits 69 Vorhaben auf den Weg gebracht. Dafür stellte das Land 20 Millionen Euro bereit. 2018 stehen 15 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. (dpa)