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Dresden

Protest auf der Brühlschen Terrasse

Dutzende Studierende versammelten sich am Montagabend vor der Kunstakademie, um gegen die AfD zu protestieren. Die Polizei schritt ein und erntet dafür Kritik.

Etwa 150-200 Teilnehmer nahmen an der Aktion auf der Brühlschen Terrasse teil.
Etwa 150-200 Teilnehmer nahmen an der Aktion auf der Brühlschen Terrasse teil. © Straßengezwitscher

Dresden. Studierende mehrerer Dresdner Hochschulen haben am Montagabend auf der Brühlschen Terrasse demonstriert. Unter anderem wurden vor der Kunstakademie Banner mit den Slogans "Positioniert euch" und "Mucken statt ducken" aufgehangen.

Mit der Aktion forderten die Teilnehmer eine "klare Absage der Parteien an eine Zusammenarbeit mit der AfD, insbesondere von der CDU". Das geht aus einer Erklärung der Demonstranten hervor, die unter anderem das Dresdner Twitter-Projekt Straßengezwitscher verbreitete.

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Weiterhin warnten die Organisatoren der Aktion vor Eingriffen der AfD in die Kunst-, Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit. Sie kritisierten außerdem, dass die Politik seit Jahren rechtsextreme und antidemokratische Kräfte ignoriere.

Laut Polizeiangaben hätten an der Aktion, die nicht als Versammlung angemeldet war, rund 150 Menschen teilgenommen. Für ihren Einsatz ernteten die Beamten via Twitter Kritik. "Innerhalb weniger Sekunden eskalierte die @PolizeiSachsen diese fröhliche Kundgebung. Beängstigend!", berichtete ein Augenzeuge. 

So seien Demonstranten aus der Menge gezogen und verletzt worden. "Leider bleibt bei diesem Einsatz wieder der Eindruck hängen, dass #pegida Narrenfreiheit hat und beim Gegenprotest mit (harter) Konsequenz sofort durchgegriffen wird", schreibt ein Twitter-Nutzer.

Die Polizei rechtfertigte ihr Einschreiten am Dienstagmittag in einer Pressemitteilung: "Als ein 32-Jähriger augenscheinlich den Boden mit Farbe besprühte, schritten Polizeibeamte ein, um die mögliche Sachbeschädigung zu unterbinden und die Personalien des Mannes festzustellen", heißt es in einer Mitteilung. 

Dabei habe dieser körperlichen Widerstand geleistet, woraufhin sich mehrere Demo-Teilnehmer mit dem 32-Jährigen solidarisierten. "In der Folge muss sich eine 20-Jähriger ebenfalls wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten."

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