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Zittau

Turow: Kajak-Protest gegen Kohle-Abbau

Demonstranten werden Sonntag mit 100 Booten nach Hirschfelde paddeln, um ein Zeichen gegen den aus ihrer Sicht illegalen Betrieb der polnischen Grube zu setzen.

Blick auf das Kraftwerk Turow.
Blick auf das Kraftwerk Turow. © Matthias Weber/photoweber.de

Greenpeace Oberlausitz lädt am 30. August gemeinsam mit tschechischen und polnischen Bündnispartnern zu einer Protestaktion gegen die Erweiterung des Braunkohletagebaus im polnischen Turow ein. Darüber informiert die Umweltorganisation. Um 12 Uhr am Sonntag soll am Dreiländereckpunkt bei Zittau eine Kajakdemo in Richtung Hirschfelde starten. 

Dazu werden Teilnehmer mit etwa 100 Booten erwartet, die spätestens ab 15 Uhr auf der Neiße entlang des Tagebaus Turow paddeln. Die Tour soll nach etwa drei Stunden in Hirschfelde enden. Zuvor sind am Dreiländerpunkt Redebeiträge geplant - unter anderem wird die sächsische Europaabgeordnete Anna Cavazzini (Grüne) sprechen. Cavazzini hatte auch schon im Petitionsausschuss in Brüssel gemahnt, dass sich die EU dringend mit dem Thema befassen müsse, weil jetzt schon Wasserverschmutzung und Wassermangel auf polnischer und tschechischer Seite ein Thema sind. Es wird befürchtet, dass sich die Situation mit einer weiteren Ausbeutung der Lagerstätte verschärft. Dass sich die EU der Sache annimmt, hatte der Petitionsausschuss am Ende beschlossen. 

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An der polnischen Grenze Richtung Tschechien und Deutschland entwässert die Braunkohlemine Turow das Grundwasser und lässt Dörfer austrocknen. Die Mine werde laut Greenpeace derzeit im Rahmen einer sechsjährigen Verlängerung der Bergbaulizenz betrieben, ohne Beteiligung der Öffentlichkeit und ohne ordnungsgemäße Umweltverträglichkeitsprüfung. 

Seit Mai 2020 arbeitet die Mine laut Greenpeace daher illegal. Das polnische Staatsunternehmen PGE droht daneben, die Mine zu erweitern und deren Betrieb trotz Klimakrise bis 2044 zu verlängern, schreibt Greenpeace in der Information. (SZ)

  • Informationen zur Kajakdemo gibt es bei Greenpeace

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