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Protest gegen Abschiebung

Eine armenische Familie soll am Montagabend abgeschoben werden. Dutzende Demonstranten wollen das nicht hinnehmen.

© Roland Halkasch

Dresden. Während einer Abschiebung ist es am Montagabend im Hechtviertel zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen. Dutzende Demonstranten versammelten sich auf der Fichtenstraße, um gegen den Einsatz zu protestieren.

Via Twitter mobilisierten unter anderem die Initiative „Hope - fight racism“ und die Linksjugend Dresden dazu, zur Fichtenstraße zu kommen. Die Dresdner Polizei bestätigte am Montagabend auf SZ-Anfrage, dass vor Ort eine armenische Familie des Landes verwiesen werden sollte. „Wir haben von der Ausländerbehörde den Auftrag bekommen, sie abzuschieben.“

Protest gegen die Abschiebung

Am Montagabend kam es im Hechtviertel zu einer Protestdemonstration gegen die vorangegangene Abschiebung einer Familie.
Am Montagabend kam es im Hechtviertel zu einer Protestdemonstration gegen die vorangegangene Abschiebung einer Familie.

Weitere Details nannten die Beamten erst am Dienstagmorgen: Demnach habe man in der Wohnung zunächst den 37-jährigen Familienvater, die Mutter (34) sowie zwei Jungen im Alter von sechs und acht Jahren angetroffen, das zehnjährige Mädchen fehlte. Da die Mutter gegenüber der Polizei über gesundheitliche Probleme klagte, seien zunächst der Vater sowie die beiden Kinder zur Bereitschaftspolizei gebracht worden. Für die Frau wurde medizinische Versorgung angefordert. Unbekannt blieb, wo sich die zehnjährige Tochter aufhält. Die Dresdner Polizei stellte Vermisstenanzeige. Nach Informationen von Radio Dresden wurden alle drei Kinder in Deutschland geboren.

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Während der Polizeiaktion war es zu spontanen Protesten gekommen: Nach Darstellung der Beamten hatten sich zunächst etwa 20 Menschen vor dem Wohnhaus der Familie an der Buchenstraße versammelt, stellten sich den Einsatzkräften in den Weg und setzten sich auf die Straße. Kurz darauf versammelten sich den Angaben zufolge weitere 60 Menschen auf der Kreuzung Fichtenstraße/Hechtstraße, protestierten dort gegen die Abschiebung und trafen gegen 21.15 Uhr mit der anderen Protest-Gruppe zu einer Versammlung am Königsbrücker Platz, die etwa eine halbe Stunde später ohne Zwischenfälle endete.

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Mittlerweile hat die Polizeidirektion Dresden die für Asyl- und Ausländerrecht zuständige Landesdirektion Sachsen über die Proteste gegen die beauftragte Abschiebung informiert. Die Behörde muss nun über das weitere Schicksal der armenischen Familie entscheiden. (szo/hoe/mja)