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Görlitz

Protest mit Geigen und Trompeten

Lehrer der Kreismusikschule Dreiländereck streiken seit zwei Wochen. Nun machten sie ihrem Unmut vor der letzten Sitzung des alten Kreistages in Görlitz Luft.

Ein knappes Dutzend Musikschullehrer der Kreismusikschule protestierte vor dem Kreistag in der Landskronbrauerei.
Ein knappes Dutzend Musikschullehrer der Kreismusikschule protestierte vor dem Kreistag in der Landskronbrauerei. © Archivfoto: Nikolai Schmidt

Vor dem Eingang zur Landskron-Kulturbrauerei in Görlitz tönen Trompeten, Geigen und Gitarren. Jeder Kreisrat, der zur letzten Sitzung des Gremiums in dieser Zusammensetzung geht, muss dem knappen Dutzend Protest-Musikern Auge und Ohr öffnen. Vor allem Letzteres wünschen sich die streikenden Festangestellten, denn sie fordern gemeinsam mit der Gewerkschaft einen Haustarifvertrag für die Kreismusikschule. Verhandlungen dazu gab es einige Monate lang, am 17. Juni aber wurden die Gespräche ergebnislos abgebrochen. Der Grund: Die Gewerkschaft fordert beim Gehalt mindestens 92 Prozent der aktuellen Tariflöhne und eine Angleichung an den Tarif bis 2024. Der Kreis mit seiner Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft mbH (Kuweit) bot aber nur 80 Prozent sowie weitere Steigerungen an. Dazu habe man auch vom Kreistag ein entsprechendes Mandat, betont Kuweit-Chef Peter Hesse. Er bietet selbst auch Erhöhungen an, aber nicht in dem Maße und für alle Kuweit-Beschäftigten, nicht nur für die fest angestellten Musikschullehrer. Die Musikschule Görlitz berühren die Auseinandersetzungen übrigens nicht. Sie ist als eigener, selbstständiger Verein organisiert.

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