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Proteste gegen Schließung der Zuckerfabrik

Vor dem Werktor in Brottewitz wurde am Freitag demonstriert – auch Sachsen waren dabei.

In Brottewitz wird an der Zuckerfabrik gegen das mögliche Aus für 90 Arbeitsplätze demonstriert.
In Brottewitz wird an der Zuckerfabrik gegen das mögliche Aus für 90 Arbeitsplätze demonstriert. © Frank Claus

Von Frank Claus

Mühlberg. Etwa 350 Teilnehmer haben am Freitag an der Demonstration gegen die Schließung der Zuckerfabrik Brottewitz teilgenommen. Unter dem Motto „Wir machen uns eine Rübe“ brachten mit Plakaten und Trillerpfeifen die Demoteilnehmer, die vor allem aus Brandenburg und Sachsen kamen, vor dem Werktor der Südzucker-Fabrik ihren Frust zum Ausdruck. Lautstark mit dröhnenden Hupen wurden sie von 35 Traktoren und Fahrzeugen von Rübenlaster-Speditionen begleitet. Vorm Werktor war eine Rübenlademaschine aufgefahren.

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Mehrere Redner traten auf: unter anderem der Betriebsratsvorsitzende Stefan Born, Thomas Bernhard von der Gewerkschaft NGG und Mitglied im Aufsichtsrat der Südzucker AG, Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, Mühlbergs Bürgermeisterin Hannelore Brendel und Christian Beyer vom Verband Sächsisch-Thüringischer Zuckerrübenanbauer.

Bei der Zuckerfabrik im Mühlberger Ortsteil arbeiten etwa 90 Mitarbeiter. Südzucker hatte angekündigt, das Werk schließen zu wollen, um Kosten zu sparen. Das Preisniveau für Zucker liege in der EU auf einem „historisch niedrigen“ Niveau, so ein Unternehmenssprecher. Neben Brottewitz will Südzucker auch eine Fabrik in Nordrhein-Westfalen schließen. (LR)

Lesen Sie dazu auch: Geteiltes Echo auf mögliches Fabrik-Aus