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Protestdemo für DJ Happy Vibes

Am Sonnabend versammelten sich knapp 150 Menschen vor den Räumen von Radio Dresden und protestierten.

© Archivbild/Thorsten Eckert

Als am Sonnabend kurz vor 20 Uhr ein Mix der Hits der 90er-Jahre über Radio Dresden in die Nacht klingt, versammeln sich knapp 150 Menschen vor den Räumen des Radiosenders am Ammonhof. Und protestieren. Denn eigentlich müsste jetzt sachsenweit Andreas Hofmann, alias DJ Happy Vibes, mit seiner Sendung Maximal kommen. Doch am Donnerstag hatte sich der Radiosender von seinem erfolgreichen Radiomacher getrennt. Weil immer weniger Zuhörer die Sendung anschalteten, heißt es offiziell. Inoffiziell wird gemunkelt, dass Hofmanns Nähe zu Pegida und seine politischen Äußerungen Grund für das Aus der beliebten Radiosendung waren.

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Das sehen Mitglieder der Gruppe Meißner Wellenlänge aus dem rechten Spektrum offenbar ähnlich. Am Freitag hatten sie auf Facebook zum Protest aufgerufen. Klientel jeden Alters, wie es auch Pegida zu den montäglichen Kundgebungen anzieht, folgte. Mit Fahnen und Spruchbannern. Die Polizei war zunächst vor Ort. „Wir haben Kontakt zur Versammlungsleiterin aufgenommen und die Auflagen besprochen“, sagt ein Sprecher. Dann seien die Beamten wieder gefahren. Die Kollegen hätten die Situation als friedlich eingeschätzt.

Beobachter vor Ort schätzten die Lage anders ein. Mitarbeiter, die an die Scheiben des Gebäudes getreten sind, seien mit Taschenlampen und Laserpointern geblendet worden. Nicos Chawales, Wortführer der asylfeindlichen Initiative „Strehlen wehrt sich gegen Politikversagen“, beschimpfte auf der Bühne Journalisten. „Personenschäden oder Schäden am Gebäude hat es nicht gegeben“, sagt Radio-Dresden-Sprecher Rocco Reichel. Nach anderthalb Stunden löste sich die Kundgebung auf. Gegenüber der Polizei kündigte die Gruppe weitere Versammlungen dieser Art an. Die Hits der 90er liefen noch bis Mitternacht. (SZ/acs)

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