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Bautzen

Prozess um Tierquälerei verschoben

Ein Mann sollte sich am Dienstag vor Gericht für seine Taten verantworten. Doch nun wird erst ein Gutachten benötigt.

Ein Mann sollte sich am Dienstag in Bautzen vor Gericht für Tierquälerei verantworten.
Ein Mann sollte sich am Dienstag in Bautzen vor Gericht für Tierquälerei verantworten. © dpa

Bautzen. Ein Tierhalter aus dem Kreis Bautzen sollte sich am Dienstag vor dem Bautzener Amtsgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, in 162 Fällen Tieren Schmerzen zugefügt zu haben. Nun hat das Gericht den Prozess vorerst aufgehoben. Wie das Amtsgericht mitteilte, soll zunächst ein psychiatrisches Sachverständigengutachten zur Schuld- und Verhandlungsfähigkeit des Angeklagten eingeholt werden. Dieser sei damit auch einverstanden.

Der Mann soll auf einem Hof in der Gemeinde Hochkirch mehr als 60 Schweine und 80 Geflügel-Tiere gehalten haben. Bei einer Kontrolle durch das Landratsamt im Mai 2018 sollen die Tiere auf seinem Hof in einem erbärmlichen Zustand gewesen sein. Einige Tiere seien zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben und abtransportiert worden, aber auch auf dem Hof sollen sich tote Tiere befunden haben.

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Mehrfach gab es bereits Streit um den Hof. Anwohner hatten sich beklagt, dass das Areal voller Müll sei und Tiere tot herumlagen. Als eine eigentlich angekündigte Zwangsräumung durch Anwälte des Mieters verhindert worden war, griff das Veterinäramt des Landkreises ein. Die Tiere wurden von dem vermüllten Hof geholt und versteigert. (SZ)