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Bautzen

Prozessauftakt nach Mordfall in Bautzen

Kommende Woche steht der Mann vor Gericht, der in Bautzen seine Freundin getötet haben soll. Auch neue Details zur Tat sind bekannt geworden.

© dpa

Bautzen. Am Dienstag beginnt der Prozess gegen den Bautzener, der im November in einer Wohnung auf der Bautzener Karl-Marx-Straße seine Freundin getötet haben soll. Um neun Uhr muss sich der Mann vor dem Landgericht in Görlitz verantworten. Dabei geht es allerdings nicht um ein Strafurteil, sondern um die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Die Staatsanwaltschaft hat ein Sicherungsverfahren gegen den Mann eingeleitet, weil der heute 33-Jährige zum Tatzeitpunkt mutmaßlich nicht schuldfähig war. Er soll unter einer paranoiden Schizophrenie leiden. Weil die Staatsanwaltschaft davon ausgeht, dass der Mann weiterhin gefährlich ist, geht es bei dem Prozess um die Unterbringung. Mit mindestens 15 Messerstichen im Kopf- und Halsbereich soll der Mann die damals 30 Jahre alte Bautzenerin Elisa H. getötet haben, gab das Gericht nun bekannt. Das Opfer soll arg- und wehrlos gewesen sein, somit sei das Kriterium der Heimtücke erfüllt. Die Tat könnte deshalb als Mord bewertet werden. Bereits zu einem früheren Zeitpunkt hatte die Staatsanwaltschaft bekannt gegeben, dass der Mann unter einer Psychose leiden soll, die durch Drogen hervorgerufen wurde. In der Tatnacht musste der Mann wiederbelebt werden. Damals hatte er sich so heftig gewehrt, dass er gefesselt werden musste. Ein Fortsetzungstermin für den Prozess ist für den 10. Juli angesetzt. (SZ/the)

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