merken

Publikum bestimmt Filmnächte-Programm

Für das Open-Air-Kino in der Weinau konnten die Zuschauer Vorschläge machen. Nicht alle schaffen es auf die Leinwand.

© Rafael Sampedro

Von Jan Lange

Zittau. Die Resonanz ist gut gewesen, findet Steffen Tempel. Etwa 80 Filmfreunde haben Vorschläge für die Filmnächte in der Weinau eingereicht, sagt der Leiter des Zittauer Kronenkinos. Dass davon nicht alle am Ende auf der großen Leinwand zu sehen sein werden, ist ihm von Anfang an klar gewesen. Deshalb sind die Mitglieder des Zittauer Kinoclubs noch mal um ihre Meinung gebeten worden, welcher der vorgeschlagenen Filme gezeigt werden soll. 19 Filme sind nun ab Ende Juni im Programm zu sehen, einer mehr als in den Vorjahren.

StadtApotheken Dresden
Die StadtApotheken Dresden sind für Sie da
Die StadtApotheken Dresden sind für Sie da

Die StadtApotheken Dresden unterstützen Sie bei einer gesunden Lebensweise und stehen Ihnen sowohl mit präventiven als auch mit therapeutischen Maßnahmen, Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten zur Seite.

Die Ostband „Keimzeit“ tritt am 29. Juni, um 20 Uhr, in der Weinau auf. Mit dem Konzert wird die umgebaute Freilichtbühne wiedereröffnet.
Die Ostband „Keimzeit“ tritt am 29. Juni, um 20 Uhr, in der Weinau auf. Mit dem Konzert wird die umgebaute Freilichtbühne wiedereröffnet. © PR

Im nächsten Jahr soll die Publikumswahl weiter ausgebaut werden. Mindestens die Hälfte der Filme soll dann durch die Zuschauer bestimmt werden, so Tempel. Dafür wird im Frühjahr eine Liste an Filmen veröffentlicht, aus der die Besucher ihre Lieblinge auswählen können.

In diesem Jahr beinhaltet das Programm auch sieben deutsche Filme. Wie viele einheimische Produktionen gezeigt werden, hängt immer auch vom Angebot ab. Und das sei diesmal eben sehr gut gewesen, sagt Steffen Tempel. Zu den ausgewählten Werken gehört „Grießnockerlaffäre“, ein humorvoller Gute-Laune-Krimi aus der bayerischen Provinz. Auch dabei handelt es sich um einen Vorschlag aus dem Publikum. Schon die Vorgängerfilme um den Polizisten Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) haben einen durchschlagenden Erfolg in den deutschen Kinos gehabt und scheinbar auch Fans in der Oberlausitz gefunden. Bis der Film auf der Freilichtbühne in der Weinau zu sehen ist, müssen die Filmnächte-Besucher allerdings noch ein paar Wochen warten: „Grießnockerlaffäre“ läuft erst am 10. und 14. August.

Steffen Tempel hatte bei der Programmgestaltung auch die Fußballweltmeisterschaft im Blick. In den vergangenen Jahren sorgten die Spiele der deutschen Kicker eher für leere Sitzreihen in der Weinau. Deshalb ist der Spielplan der WM angepasst worden. Es gibt bis zum 13. Juli keine festen Spieltage, die Filme werden an verschiedenen Wochentagen gezeigt. Erst ab 13. Juli finden die Vorstellungen wieder regulär freitags und dienstags sowie sonnabends und mittwochs statt.

Gestartet wird das Open-Air-Kino bereits am 29. Juni – diesmal nicht mit einem Film, sondern einem Konzert. Zu Gast ist die Ostband „Keimzeit“, deren bekanntester Titel „Kling Klang“ ist. Nach dem Umbau der Freilichtbühne soll diese nicht nur für die Filmnächte genutzt werden. So das Ziel der Stadt Zittau als Eigentümerin und der Hillerschen Villa als Nutzerin. Mit dem „Keimzeit“-Konzert wird nicht nur die Freilichtbühne wiedereröffnet, sondern es ist auch ein Test, ob Veranstaltungen dieser Art vom Publikum angenommen werden. Steffen Tempel rührt deshalb kräftig die Werbetrommel für den Auftritt der bekannten Ostband.

Die Filmnächte sollen dabei aber nicht zu kurz kommen. Die Kinomacher haben sich ein neues Layout, eine eigene Internetseite und verschiedene Werbeaktionen überlegt. So sollen unter dem Motto „Wie Youtube – nur draußen“ speziell Schüler in die Weinau gelockt werden. Für sie gibt es sogar eine eigene Rabattaktion. Wenn zwei Schüler bezahlen, kann ein dritter kostenlos den Film mit ansehen. Die anderen Filmnächte-Besucher können natürlich auch sparen – mit dem bereits bekannten Rabattsystem „1 - 2- 3 - frei“. Die Besucher bezahlen dabei dreimal den regulären Kartenpreis und bekommen dann beim vierten Mal freien Eintritt.

Der Umbau der Freilichtbühne hat in den vergangenen Monaten einiges gekostet. Nachdem das alte Filmvorführerhaus bereits im Vorjahr abgerissen wurde, ist ein Ersatzneubau, der etwas größer als das bisherige Gebäude ist, errichtet worden. Hier befinden sich auch die neuen Sanitäranlagen, sogar behindertengerechte Toiletten gibt es. Dass der für Kartenverkauf, Gastronomie und Lager gedachte Raum nicht ausreichen würde, ist schon während der Bauzeit deutlich geworden. Deshalb errichtet die Hillersche Villa nun noch eine stabile Holzbaracke, wie Steffen Tempel berichtet, aus der wie bisher die Speisen und Getränke verkauft werden sollen.

Vollständiges Filmnächte-Programm unter www.filmnächte.net