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Puhdys-Mitbegründer Jeske ist tot

Er war nicht nur Musiker bei den Puhdys, sondern lange auch ihr Manager - und das älteste Band-Mitglied. Harry Jeske stieg 1997 aus. Nun ist er gestorben.

Der Rockmusiker Harry Jeske bei einem Interview in seinem Haus in Wismar im September 1997.
Der Rockmusiker Harry Jeske bei einem Interview in seinem Haus in Wismar im September 1997. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild

Berlin. Harry Jeske, Mitbegründer und langjähriger Manager der Puhdys, ist tot. Er sei am Donnerstag in Wismar gestorben, sagte Puhdys-Keyboarder Peter Meyer am Freitag der Deutschen Presse-Agentur und bestätigte damit Berichte mehrerer Medien. Jeske wurde 82 Jahre alt.

"Harry war damals der beste Manager der DDR", sagte Puhdys-Sänger Dieter "Maschine" Birr am Freitag der dpa. "Ihm haben wir sehr viel zu verdanken."

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Wegen einer Ohrenkrankheit stieg Jeske 1997 aus einer der erfolgreichsten Bands der DDR aus - kurz vor seinem 60. Geburtstag. Bei 80 bis 100 Live-Konzerten pro Jahr könne er gesundheitlich nicht mehr mithalten, begründete er damals diesen Schritt. Seine Rente habe er bereits beantragt.

Die Altrocker Dieter Hertrampf (l-r), Dieter Birr, Peter Meyer, Harry Jeske und Klaus Scharfschwerdt traten letztmalig in dieser Formation am 14. September 1997 in Dresden und am 3. Oktober 1997 in Rostock, der Heimat von Harry Jeske, auf.
Die Altrocker Dieter Hertrampf (l-r), Dieter Birr, Peter Meyer, Harry Jeske und Klaus Scharfschwerdt traten letztmalig in dieser Formation am 14. September 1997 in Dresden und am 3. Oktober 1997 in Rostock, der Heimat von Harry Jeske, auf. © Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild

Danach zog er sich viele Jahre auf die Philippinen, seine Wahlheimat, zurück. Der gelernte Fliesenleger und Ofensetzer war mit einer Philippinerin verheiratet.

Für Harry Jeske steht das "H" im Bandnamen der Puhdys. 32 Jahre alt war er, als die Gruppe am 19. November 1969 im sächsischen Freiberg ihr erstes Konzert gab.

Bis zum Fall der Mauer wurden die Puhdys zwölfmal zur beliebtesten Rockgruppe der DDR gewählt - und schon damals regelmäßig auch von Zehntausenden Zuschauern in der Waldbühne im Westen Berlins umjubelt. Sie waren omnipräsent und die erfolgreichste Rockband im sozialistischen Teil Deutschlands. 2016 löste sich das Quintett auf. (dpa) 

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