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Döbeln

Pulsitzer ernten Spargel erst nach Ostern

Die Nachfrage nach dem edlen Gemüse aus der Lommatzscher Pflege ist groß. Noch kann sie nicht befriedigt werden. Dennoch gibt es positive Nachrichten.

Susanne Stewig war eine von vielen Helfern, die im vergangenen Jahr bei der Spargelernte geholfen haben. Auch in diesem Jahr wird sie wieder dabei sein.
Susanne Stewig war eine von vielen Helfern, die im vergangenen Jahr bei der Spargelernte geholfen haben. Auch in diesem Jahr wird sie wieder dabei sein. © Archiv/Dietmar Thomas

Ostrau. Spargel wird gern gegessen. Das merkt auch Familie Schertenleib, die den gleichnamigen Spargelhof im Ostrauer Ortsteil Pulsitz betreibt. „Wir bekommen ständig Anfragen, wann es denn mit der Ernte losgeht“, sagt Elfi Schertenleib.

Doch noch muss sie die Anrufer vertrösten. „Wir schauen schon täglich auf dem Feld nach, aber es ist noch nicht so weit. Der Spargel braucht noch ein paar Tage beziehungsweise Nächte“, sagt sie. Nach Ostern soll die Ernte aber beginnen.Die Schertenleibs haben auf einer Fläche von sechs Hektar Spargel angebaut. 

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Bei der Ernte ist die Familie auf Helfer angewiesen. Bereits vor einigen Jahren musste sie aufgrund verschiedener Gründe auf heimische Arbeiter zurückgreifen – unter anderem Studenten und Menschen, die vom Arbeitsamt vermittelt worden. 

„Man merkt einen deutlichen Unterschied: Die Deutschen machen zwar gute Arbeit, halten aber meist nur wenige Tage durch. Unsere rumänischen Mitarbeiter brauchen das Geld wirklich und ziehen da die Wochen durch“, sagt die Ostrauer Landwirtin.

Elfi Schertenleib hatte befürchtet, dass die Ernte teilweise im Boden bleiben müsste, weil unklar war, ob die rumänischen Gastarbeiter einreisen dürfen. Diese Frage scheint nun geklärt. „Wenn alles klappt, kommen am Ende der Woche vier rumänische Erntehelfer zu uns“, hofft Schertenleib. Das ist zwar im Vergleich zum Vorjahr nur die Hälfte, dennoch ist die Familie froh, dass überhaupt Erntehelfer aus dem Ausland einreisen dürfen.

Zudem haben sich Freiwillige aus der Region gemeldet, sodass zehn bis zwölf Arbeitskräfte zur Verfügung stehen werden. „Vier bis fünf von ihnen werden auf dem Feld arbeiten, die anderen sind auf dem Hof beim Waschen und Sortieren des Spargels eingesetzt“, so die Pulsitzer Landwirtin.

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Obwohl die Gaststätten derzeit oft geschlossen haben, hat Elfi Schertenleib keine Sorge, dass sie Abnehmer für ihren Spargel findet. „Wir verkaufen den Spargel viel ab Hof und auf Wochenmärkten, die ja wieder geöffnet werden dürfen“, so Schertenleib. Zudem beliefere der Betrieb einige Supermärkte, wodurch der Absatz ebenfalls gesichert sei.

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