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Pure Action auf 30,48 Metern

In Kleinwolmsdorf starten am Freitag die Weltmeisterschaften im Unimoto Drag Race. Dazu gibt es viel Live-Musik.

© Road Eagles

Von Nadine Steinmann

Kleinwolmsdorf. In Kleinwolmsdorf sind des Öfteren die dröhnenden Maschinen der Mitglieder des Motorradclubs Road Eagles zu hören. Doch in den kommenden Tagen wird sich das Dröhnen um ein Vielfaches erhöhen. Denn an diesem Freitag reisen knapp 60 Renn-Teams aus der ganzen Welt mit ihren Maschinen in den kleinen Arnsdorfer Ortsteil. Sie alle wollen sich ab Sonntag Weltmeister nennen. Allerdings gehen die Fahrer nicht mit Motorrädern an den Start, sondern mit sogenannten Unimotos.

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Hören auf dem nächsten Level
Hören auf dem nächsten Level

Bluetooth-Technologie macht es möglich: mit hochmodernen Geräten kann sogar Musik gestreamt und telefoniert werden. Und das im unauffälligen Design.

Unimotos sind Motorrädern aber nicht unähnlich. Meist sind die Zweiräder sogar das Ursprungsgefährt – nur das bei den Unimotos das Vorderrad eingespart wurde. Die Rennmaschinen werden generell auf das Wesentliche reduziert. Dies wirkt sich hauptsächlich auf Tankgröße, Verkleidung, Federung und Sitzmöglichkeiten aus. Die Rennstrecke ist ein natürlicher Untergrund – also eine Wiese, ein Feld oder Acker. Es gilt dabei in den jeweiligen Klassen eine Strecke von 100 Fuß, also 30,48 Metern in kürzester Zeit zu absolvieren und die Konkurrenz hinter sich zu lassen. So kurz und knapp die Regeln des Unimoto Drag Race.

Ab dem heutigen Mittag können die angemeldeten Rennfahrer aus Österreich, Polen, Frankreich, Belgien, Estland, der Niederlande sowie natürlich die zahlreichen Teams aus Deutschland in Kleinwolmsdorf anreisen. Freies Training auf dem 200 mal 300 Meter präparierten Rennfeld sind bereits möglich. Übrigens: Parallel zu den Weltmeisterschaften finden an diesem Wochenende in Kleinwolmsdorf auch die seit 1986 jährlich durchgeführten Raindays statt – eines der größten Bikertreffen in Ostdeutschland.

Weltmeister werden ermittelt

Ab Sonnabend wird es dann besonders spannend in Kleinwolmsdorf. Denn nachdem ab 10 Uhr die neugierigen Gäste in den Fahrerlagern ein wenig schnuppern und staunen konnten, ertönen 12 Uhr die ersten Startschüsse. Gesucht werden die Weltmeister in fünf Klassen: Elektroklasse, 200 Kubikzentimeter, 400 Kubikzentimeter sowie 750 Kubikzentimeter und die offene Klasse. Die Arnsdorfer Veranstalter schicken ihre Fahrer einmal in der offenen Klasse und einmal in der Klasse der 750er-Renngefährte an den Start. Ebenfalls aus der näheren Umgebung stammt das Team Singing Saw. Konstrukteur und Teamchef ist Jörg Hambsch aus Weixdorf. Er hat sich vor einigen Jahren in die Sportart verliebt und damit seine gesamte Familie angesteckt. Während er nun die Tüftelarbeiten übernimmt, startet seine Freundin Cory Hofmann in der kleinsten Klasse und ihre Tochter Saskia in der Elektroklasse. Und dort sind die beiden Frauen stets auf Erfolgsjagd, konnten sich bereits Weltmeister nennen. Dieses Ziel verfolgt das Team natürlich auch an diesem Wochenende. „Es hängt immer alles vom Boden ab, aber wir rechnen uns gute Chancen aus“, so Teamchef Jörg Hambsch.

Beste Bedingungen verspricht Matthias Gäbler von den veranstaltenden Road Eagles in jedem Fall. Und nicht nur das: Der Club hat zudem ein umfangreiches, musikalisches Programm auf die Beine gestellt. So ist am Freitagabend die Berliner Band Berserker zu erleben. Am Sonnabend tritt die ungarische Punk und Rock‘n Roll Band The Silver Shine auf. Der Hauptact im Anschluss sind The Sunny Boys. Die Italiener bringen Pop-Punk auf die Bühne. „Erfahrungsgemäß ist an diesem Wochenende immer viel los. Allerdings fällt in diesem Jahr die Kommunion auf das Wochenende. Deswegen schauen wir mal, wie viele Besucher tatsächlich kommen“, so Matthias Gäbler.

Das Wetter scheint es aber gut zu meinen. Sonne pur versprechen die Prognosen, sodass die Rennfahrer auch mit einem trockenen Boden rechnen können. Beste Bedingungen für einen spannenden Renntag! Neugierige Besucher sind natürlich herzlich willkommen. Der Eintritt kostet sowohl am Freitag als auch am Sonnabend acht Euro. Alle, die mit dem Motorrad anreisen, löhnen einen Euro weniger. Wer ein Kombi-Ticket für beide Tage kauft, legt zehn Euro auf den Tisch. Besucher bis 16 Jahre haben generell freien Eintritt.

Weitere Informationen zur Weltmeisterschaft finden Sie auch im Internet unter www.roadeagle-arnsdorf.de