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Politik

Putin und Erdogan wollen Libyen befrieden

Die Türkei und Russland mahnen eine Waffenruhe in Libyen an. In der Nacht von Samstag auf Sonntag soll sie in Kraft treten.

Russland Präsident Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan (r), Präsident der Türkei.
Russland Präsident Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan (r), Präsident der Türkei. © Lefteris Pitarakis/AP/dpa

Istanbul. Die Türkei und Russland mahnen eine Waffenruhe in Libyen an. Die Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und Wladimir Putin riefen dazu auf, dass sie ab "12. Januar um Mitternacht, also in der Nacht von Samstag auf Sonntag" in Kraft treten solle. Das sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu in einer Pressekonferenz mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow am Mittwoch in Istanbul.

Lawrow zufolge "sprachen sich die Präsidenten im Zusammenhang mit den Ereignissen der letzten Tage entschieden dafür aus, alle Probleme im Persischen Golf und in der gesamten Region ausschließlich auf friedlichem Wege und im Einklang mit dem Völkerrecht zu lösen".

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Zuvor hatten sich Erdogan und Putin in Istanbul vor der gemeinsamen Eröffnung einer Erdgas-Fernleitung zunächst in einem Vier-Augen-Gespräch rund eineinhalb Stunden lang unterhalten, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Ein weiteres Treffen zusammen mit den Verteidigungs- und Außenministern der Länder nach der Eröffnungszeremonie habe etwa eine halbe Stunde gedauert.

Aus dem Kreml hatte es zuvor geheißen, dass die Krisen in Libyen und Syrien auf der Agenda stünden. Informationen zum Inhalt der Gespräche gab es zunächst nicht.

Erdogan hatte Sonntagnacht mitgeteilt, dass die Türkei erste Soldaten nach Libyen entsandt habe. Am Mittwoch hieß es in einem Bericht der Zeitung "Hürriyet", dass bisher 35 Militärs angekommen seien.

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In Libyen herrscht seit dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gadaffi 2011 Bürgerkrieg. Die Türkei unterstützt dort die international anerkannte Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch, die mit dem General Chalifa Haftar und dem Parlament um die Macht kämpft. Russland steht aufseiten Haftars, der unter anderem von Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt wird. (dpa)