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Rabenau macht beim Geopark mit

Die Stadt tritt einem Bündnis von sechs Kommunen bei – mit einem klaren Ziel.

© Karl-Ludwig Oberthür

Von Tobias Winzer

Rabenau. Eine geführte Wanderung durch den Rabenauer Grund, ein Besuch im Stuhlbaumuseum oder ein Ausflug mit der Weißeritztalbahn – Rabenau hat einige Angebote für Touristen. Diese sollen in den kommenden Jahren bekannter gemacht und erweitert werden. Die Rabenauer schließen sich deshalb dem sogenannten Geopark an. Das haben die Stadträte in ihrer Sitzung am Montagabend mit großer Mehrheit beschlossen. Die Mitgliedschaft in dem Verbund kostet 1 574 Euro pro Jahr.

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Mit dem Geopark sollen zum einen die geologischen Besonderheiten in der Region rings um den Tharandter Wald bekannter gemacht werden. Dazu zählen zum Beispiel der Grillenburger Sandstein, der Porphyrfächer in Mohorn-Grund, der sehr seltene Kugelpechstein von Spechtshausen oder auch die Steinkohle-Vorkommen in Freital. „Das ist aber nur der kleinste gemeinsame Nenner“, so Geopark-Chefin Mareike Eberlein, die im Stadtrat zu Gast war. Mit dem Geopark soll die gesamte Region zwischen Freital, Wilsdruff, Freiberg, Dippoldiswalde und Klingenberg als Tourismusregion vermarktet werden. Das Problem bislang: Das Gebiet ist bei Besuchern wenig bekannt – auch weil es genau zwischen den Touristenregionen Elbland und Sächsische Schweiz mit ihren jeweiligen Vermarktungsverbänden liegt. Deshalb sollen mit dem Geopark zum anderen auch weitere Touristenziele vermarktet werden, wie zum Beispiel die Weißeritztalbahn, diverse Museen oder der Rabenauer Grund. Bislang sind schon sechs Kommunen dabei – Wilsdruff, Tharandt, Freital, Klingenberg, Dorfhain und Bobritzsch-Hilbersdorf. Seit Montag gehört nun auch Rabenau zu dem Verbund. Gespräche mit Dippoldiswalde, Hartmannsdorf-Reichenau sowie Halsbrücke laufen.

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Derzeit wird daran gearbeitet, die Region offiziell als Geopark zertifizieren zu lassen. 16 solcher Parks gibt es bereits in Deutschland. Dazu müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. 2020 soll die Zertifizierung abgeschlossen sein. Mit den Beiträgen der Kommunen wird unter anderem Personal finanziert.