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Rackete will Salvini verklagen

Immer wieder hatte der italienische Innenminister Matteo Salvini die deutsche Sea-Watch-Kapitänin wüst beleidigt. Die geht jetzt dagegen vor.

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Carola Rackete verklagt den  italienischen Innenminister.
Carola Rackete verklagt den italienischen Innenminister. © Till M. Egen / Sea-Watch.org / dpa

Rom. Die Kapitänin der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch will den italienischen Innenminister Matteo Salvini wegen Verleumdung verklagen. "Wir haben bereits eine Klage (gegen Minister Salvini) vorbereitet", sagte Racketes Anwalt Alessandro Gamberini dem Radio Cusano Campus am Freitag. Es sei nicht einfach, alle Beleidigungen, die Salvini in diesen Wochen gemacht habe, zu sammeln. Salvini habe nicht nur Beleidigungen ausgesprochen, sondern auch zu strafbaren Handlungen angestiftet. Das sei noch schwerwiegender, wenn es ein Innenminister tue, sagte Gamberini.

"Er ist es, der die Wellen des Hasses bewegt", sagte Gamberini mit Blick auf Salvini. Es sei zwar schwer, mit einer Verleumdungsklage diesem Hass entgegenzutreten. "Es ist, wie mit einem Eimer den Sand aus dem Meer zu schaufeln." Es gehe aber darum, ein Zeichen zu setzen. Erst am Freitag bezeichnete Salvini die 31-Jährige auf Facebook als "reiche und verwöhnte deutsche Kommunistin".

Die Kapitänin war mit dem Rettungsschiff "Sea-Watch 3" und 40 Migranten an Bord unerlaubt in den Hafen der italienischen Insel Lampedusa gefahren. Rackete ist auf freiem Fuß, es gibt aber ein juristisches Nachspiel. Am Dienstag soll sie wegen des Vorwurfs der Beihilfe zur illegalen Migration vernommen werden. (dpa)

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