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„Acht Jahreszeiten“ für Radeberg

Das Musikjahr in der Stadtkirche wartet auch diesmal mit Ungewöhnlichem auf. Und mit Gerhard Schöne.

© Thorsten Eckert

Von Mandy Schaks

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Radeberg. Auf dieses gedruckte A4-Blatt warten viele Musikfans zum Jahresbeginn stets besonders gespannt. Diesmal hat es ein bisschen länger gedauert, „aber jetzt konnte ich das Programm aus der Druckerei holen“, freut sich Radebergs Kantor Rainer Fritzsch. Das Programm des aktuellen Musikjahrs in der Radeberger Stadtkirche; und das hat es mal wieder so richtig in sich! Der 333. Bach-Geburtstag wird gefeiert, einer der hierzulande prominentesten Kinderlieder-Sänger hat sich angesagt und es gibt nicht einfach nur die bekannten „Vier Jahreszeiten“, sondern in Radeberg werden „Acht Jahreszeiten“ zu erleben sein.

Schon am vergangenen Wochenende startete das Programm mit einer ganz besonderen Orgel-Reihe, die Rainer Fritzsch in diesem Jahr präsentieren wird. Denn diesmal sitzt Kantor Fritzsch selbst an der Orgel – und lädt sich dazu Instrumentalisten ein, die sonst eher selten gemeinsam mit einer Orgel zu erleben sind. Am Sonntagabend zum Beispiel den Fagott-Solisten der Staatskapelle Philipp Zeller. Es folgen: im August Robert Langbein mit dem Horn und im Oktober Norbert Anger am Violoncello.

Ungewöhnlich ist auch die Idee, Johann Sebastian Bach zum 333. Geburtstag zu gratulieren. Am 21. März wird gefeiert – „und es wird ein Abend für Leute mit Sinn für feinen Humor“, verrät Rainer Fritzsch, aber mehr verrät er noch nicht. „Aber es stimmt schon, es wird ein ungewöhnlicher Abend“, sagt er zumindest.

Kein Geheimnis ist hingegen, dass die Tickets für den 9. Juni sicher mehr als „nur“ begehrt sein werden. Dann nämlich wird der bekannte Liedermacher Gerhard Schöne in der Stadtkirche zu erleben sein. Mit seinen Kinderliedern unter dem Titel „Alles muss klein beginnen“. Und auch dazu hat sich der Kantor etwas ganz Besonderes ausgedacht: Im Rahmen eines Ganztagsangebots der Grundschule Stadtmitte wird er einen kleinen Chor auf die Beine stellen, der dann gemeinsam mit der Radeberger Kurrende und Gerhard Schöne zu erleben sein wird.

Ein Hauch großer italienischer Oper wird derweil Anfang November in der Stadtkirche wehen. Denn die Radeberger Kantorei und Musiker der Staatskapelle Dresden werden neben Werken von Mozart auch die bekannte Messe „Missa di Gloria“ von Giacomo Puccini präsentieren. „Und der ist ja vor allem als Opernkomponist berühmt geworden und ein bisschen nach Oper klingt ja auch diese Messe“, weiß der Radeberger Kantor.

Und was hat es nun mit den erwähnten acht Jahreszeiten auf sich? Ende September werden in der Stadtkirche die bekannten „Vier Jahreszeiten“ von Vivaldi gemeinsam mit den weniger bekannten „Vier Jahreszeiten“ des Komponisten Piazolla erklingen. Gespielt vom Dresdner Kammerorchester.

Auch zur Weihnachtszeit sorgt die Stadtkirche für Paukenschläge: Am 15. Dezember mit Carl Orffs „Weihnachtsgeschichte“ und am 22. Dezember mit Rudolf Mauersbergers „Christvesper“.

Ein durchaus spannendes Musikjahr steht also an in der Radeberger Stadtkirche. Fans sollten sich das besagte A4-Blatt also in jedem Fall besorgen … (SZ/JF)