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Radeberg rockt sich zum Sachsen-Meister-Titel

Über 5 000 Zuschauer jubeln mit. Und auch eine spannende Premiere gab’s beim Musikfest.

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© Bernd Goldammer

Von Bernd Goldammer

Radeberg. Hätte es für diese Landesmeisterschaften der Spielleute einen Regisseur gegeben, genau so hätte er es sicher in sein Drehbuch geschrieben: Beim Musikfest-Jubiläum – dem zehnten nämlich – im Radeberger Vorwärtsstadion an der Schillerstraße konnten die Gastgeber vom Radeberger SV ihren Sachsen-Meistertitel aus dem Vorjahr verteidigen. Und das auch noch mit einem recht komfortablen Abstand. Denn während der Radeberger Spielmannszug im vergangenen Jahr den Sieg mit einem hauchdünnen Vorsprung von gerade einmal 0,02 Punkten erringen konnte, lagen die Radeberger am Sonnabend mit immerhin 1,5 Punkten vorn. Und verwiesen Zabeltitz und Lommatzsch auf die Plätze zwei und drei.

Bilder von der Meisterschaft der Spielmannszüge

Radebergs OB Gerhard Lemm gratulierte – Stabführerin Luisa Jakob freut sich.
Radebergs OB Gerhard Lemm gratulierte – Stabführerin Luisa Jakob freut sich.
Auch Radebergs Nachwuchs-Spielleute holen sich den Meistertitel!
Auch Radebergs Nachwuchs-Spielleute holen sich den Meistertitel!
Auch der Nachwuchs probierte sich am Rand schon mal kräftig aus.
Auch der Nachwuchs probierte sich am Rand schon mal kräftig aus.
Auch die Preisrichter haben bei einer Meisterschaft einen anstrengenden Job.
Auch die Preisrichter haben bei einer Meisterschaft einen anstrengenden Job.
Alles bereit für die Siegerehrungen. Die Medaillen waren heiß begehrt!
Alles bereit für die Siegerehrungen. Die Medaillen waren heiß begehrt!
Erstmals traten auch Schalmaienorchester an. Beim Frühschoppen am Sonntagvormittag.
Erstmals traten auch Schalmaienorchester an. Beim Frühschoppen am Sonntagvormittag.

Dass es beim Heimspiel klappte, freute natürlich auch Radebergs OB Gerhard Lemm (SPD), der als Schirmherr des Musikfestes nicht nur am Freitagabend zur großen Eröffnungsparty zum Hammer griff, um das Bier mit frischem einheimischen Pilsner anzuzapfen, sondern in zahlreichen Ansprachen überhaupt während des gesamten Wochenendes verbale Schwerstarbeit zu leisten hatte. Und er drückte dann auch ein Auge zu, als die Radeberger ausgerechnet in der Bierstadt mit Sekt auf ihre Meisterschaft anstießen.

Als Favorit am Start

Der Radeberger Spielmannszug war als Titelverteidiger durchaus als Favorit an den Start gegangen. Was natürlich den sprichwörtlichen Rucksack auf den Schultern der Musiker noch ein bisschen schwerer werden ließ. Nach dem Pflichtprogramm am Vormittag stand dann für die insgesamt acht Formationen am Nachmittag der Kürteil an. Und in den gingen die Radeberger mit ihrem fast schon legendären Queen-Medley hochmotiviert. Rund 20 Minuten musste jedes Team ran – und am Ende war der Jubel über den nunmehr achten Sachsenmeister-Titel der Radeberger riesig im gut gefüllten Stadion. „Wir können uns übers gesamte Wochenende über rund 5 000 Besucher freuen, ein Top-Ergebnis“, jubelt Spielmannszug-Sprecher Oliver Freitag.

Und er kam aus dem Jubeln quasi nicht mehr raus. Denn Sonntagnachmittag machten es die Radeberger Nachwuchs-Spielleute den „Großen“ nach und eroberten ebenfalls den Landesmeistertitel.

Zuvor hatte es noch eine echte Premiere gegeben. Beim traditionellen Frühschoppen Sonntagmorgen traten erstmals bei einer Landesmeisterschaft auch Schalmaien-Orchester gegeneinander an. Vier Truppen gingen ins Rennen, das letztlich Milkau für sich entscheiden konnte. Und eines wurde deutlich: Dieser musikalische Farbtupfer sollte unbedingt weiterhin zum Programm der Landesmeisterschaften gehören.