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Radeberger Biertheater beginnt mit den Proben

Schauspieler Jens Albrecht kann es kaum erwarten. Die Platzkapazität im Biertheater bleibt aber vorerst beschränkt.

Das Stück „Wenn's bei Neumann 2x klingelt“ war im Biertheater von Beginn an ein großer Publikumserfolg. Jetzt kommt die Fortsetzung auf die Bühne.
Das Stück „Wenn's bei Neumann 2x klingelt“ war im Biertheater von Beginn an ein großer Publikumserfolg. Jetzt kommt die Fortsetzung auf die Bühne. © Archiv: Rene Plaul

Radeberg. In den zurückliegenden vier Monaten ist Schauspieler Jens Albrecht einer Tätigkeit nachgegangen, die recht wenig mit dem Dasein eines Theaterakteurs zu tun hat. Er arbeitete im Dresdner Elbepark als Tester in einem Corona-Testzentrum. Eine Zeit, die in wenigen Tagen vorbei sein wird. Albrecht wird diesen Job, wie er sagt, „vorerst ruhen lassen“. So habe er das jedenfalls mit dem Betreiber des Testzentrums abgesprochen. In den kommenden Tagen geht es mit der Familie in Urlaub und danach wird Albrecht wieder seiner Profession als Schauspieler nachgehen. Im Radeberger Biertheater wird er sich für das neue Stück „Immer mit der Ruhe... wenn's bei Neumann 2x klingelt“, welches am 23. September Premiere hat, vorbereiten.

„Ich kann es kaum erwarten, wieder auf der Bühne zu stehen“, beschreibt Albrecht seinen derzeitigen Gemütszustand. Und so wie ihm dürfte es wohl auch den anderen Darstellern des Biertheater-Ensembles gehen. Nach dem monatelangen Corona-Bühnenlockdown freut man sich im Radeberger Biertheater endlich darauf, den Besuchern ab September wieder ein unterhaltsames und kurzweiliges Aufführungsprogramm bieten zu können.

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Der Anfang Juli gestartete Kartenvorverkauf sei bisher ganz „zufriedenstellend“ angelaufen, erzählt Jens Richter, der Betreiber des Biertheaters. Und: Bis Ende des Jahres bleibe es im Saal auch bei der Corona-Bestuhlung. Heißt, dass maximal 200 Leute dort Platz finden. Erst zu Beginn des nächsten Jahres wolle man die Platzkapazität aufstocken. Dann können sich bis zu 280 Besucher die Vorstellungen anschauen.

Richter erzählt, dass man mit gespannter Vorfreude auf die kommenden Monate schaue. Man hoffe darauf, dieses Mal ohne Lockdown, ohne weitere Einschränkungen durch die Spielzeit zu kommen. Der Hunger nach Kultur, nach Theater, der sei in der Region auf jeden Fall da, so Richter weiter. „Die Leute freuen sich darauf, wieder zu uns ins Biertheater gehen zu können.“

Bei manchen sei noch eine gewisse Zurückhaltung zu spüren, aber das sei ja in diesen Zeiten normal, das müsse man verstehen, so der Biertheater-Geschäftsführer. Ersten Kontakt mit Zuschauern hatte das Radeberger-Biertheater-Ensemble bereits vor einigen Wochen. Ende Juni traten Albrecht und Co. in Dresden beim Augusto-Sommergarten am Haus der Presse auf. Mit der Komödie „Aber bitte mit Sahne – wenn's quietscht, fehlt Fett“. Es sei gigantisch gewesen, schwärmt Albrecht noch von dieser Aufführung. Nach so langer Zeit wieder zusammen mit den Kollegen zu spielen, das Publikum zu begeistern, das sei einfach toll gewesen.

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„Wir haben nur so vor Spielfreude gestrotzt“, erzählt Jens Albrecht. Diese immense Lust am Theaterspielen, die Freude, das Publikum zu unterhalten, die Besucher des Radeberger Biertheaters dürfen sich auf ein besonders spielfreudiges und motiviertes Ensemble einstellen. Die im August beginnende Probenzeit für das Premierenstück werde „für uns Darsteller ein weiterer Schritt in die Normalität sein“, beschreibt es Schauspieler Jens Albrecht. Man darf also auf jeden Fall gespannt sein, wenn sich im Radeberger Biertheater im September wieder der Vorhang hebt.

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