merken
PLUS Radeberg

Bundestagswahl: AfD holt in Radeberg meiste Stimmen

Allerdings ist das Ergebnis der AfD etwas schlechter als bei der Bundestagswahl 2017. Überraschungen gibt es auf den Plätzen.

Am Sonntagvormittag bildete sich vor dem Wahllokal am Markt eine lange Schlange.
Am Sonntagvormittag bildete sich vor dem Wahllokal am Markt eine lange Schlange. © René Meinig

Radeberg. Bundesweit nur auf Platz fünf, in Radeberg aber die Nase vorn: In der Bierstadt erhält die AfD die meisten Stimmen. Nach dem vorläufigen Auszählergebnis der Stadtverwaltung entfallen auf die Blauen 26,44 Prozent der abgegebenen Stimmen. Damit muss die Partei gegenüber ihrem Ergebnis von vor vier Jahren leichte Einbußen hinnehmen. Damals kam sie in Radeberg auf 28,52 Prozent.

Schmerzliche Verluste hat die CDU zu verkraften. Von 25,96 Prozent im Jahr 2017 stürzt sie auf jetzt 16,12 Prozent ab, ein Minus von fast zehn Prozent. Damit verliert sie in Radeberg auch den zweiten Platz im Parteienranking. Sie landet auf dem dritten Platz und muss sich der SPD geschlagen geben. Die Sozialdemokraten können in Radeberg grandios zulegen. 11,03 Prozent der Stimmen bekam sie 2017, jetzt sind es 18,13 Prozent, ein sattes Plus von mehr als sieben Prozent. Die FDP kann ebenfalls enorm zulegen, von rund neun Prozent steigern sich die Liberalen auf 14,24 Prozent.

Anzeige
Moderner Wohnen? Wann, wenn nicht jetzt!
Moderner Wohnen? Wann, wenn nicht jetzt!

Neue Fassade, Dach, Bad oder eine Solaranlage? Die Kreissparkasse Bautzen bietet finanzielle Lösungen - auch für altersgerechtes Wohnen.

Linke verlieren fast sechs Prozent

Die Grünen spielen in Radeberg nur eine untergeordnete Rolle. Sie kommen in der Bierstadt auf 6,79 Prozent . Das bedeutet ein Plus von 2,61 Prozent. Neben der CDU ist die Linke die große Verliererin dieser Bundestagswahl. Sie stürzt von 13,98 Prozent auf 8,09 Prozent ab, ein Minus von fast sechs Prozent.

Mit Spannung war das Rennen der Direktkandidaten erwartet worden. In Radeberg zeichnete sich schon nach der Auszählung der ersten Wahlbezirke eine klare Führung des AfD-Kandidaten Andreas Harlaß ab. Der gab die Führung dann auch nicht mehr ab. 25,36 Prozent der Radeberger gaben ihm ihre Stimme. Auf Platz zwei kam in Radeberg mit einigem Abstand Lars Rohwer (CDU) mit 20,28. Dicht folgt ihm der SPD-Kandidat Stephan Schumann mit mit 17,06 Prozent und FDP-Kandidatin Silke Müller mit 12,87 Prozent. Die Grünen-Kandidatin Merle Spellerberg kommt in Radeberg nur auf 5,17 Prozent.

Weiterführende Artikel

Rohwer und Reichel offiziell als Wahlsieger bestätigt

Rohwer und Reichel offiziell als Wahlsieger bestätigt

Wahlausschuss hat über das Endergebnis befunden, AfD-Kandidat Harlaß kündigt Einspruch an - der Dresdner Newsblog zur Wahl.

"Die AfD wurde aus Angst und Protest gewählt"

"Die AfD wurde aus Angst und Protest gewählt"

In Radeberg konnte die Partei am Sonntag die meisten Stimmen einsammeln. Was das für die Bürgermeisterwahl im nächsten Jahr bedeutet, sagt der OB im Gespräch.

Von den Gemeinden hat Wachau am Abend als Erste ausgezählt. Auch hier liegt der AfD-Kandidat Andreas Harlaß mit klarem Vorsprung vorn. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes kommt er auf 34,5 Prozent. Der CDU-Kandidat Lars Rohwer wird mit 19,8 Prozent Zweiter. Auf den Plätzen folgen Kandidaten der SPD (12,8 Prozent), der FDP (11,8 Prozent), der Linken (5,6 Prozent) und der Grünen (4,4 Prozent). In Arnsdorf kommt der AfD-Kandidat auf 27,2 Prozent, Lars Rohwer auf 22,8 Prozent. In Ottendorf-Okrilla holt Harlaß 26,4 Prozent, Rohwer 21,0 Prozent.

Mehr zum Thema Radeberg