merken
PLUS Radeberg

Elternbeiträge in Radeberger Kitas steigen

Grund für die teurere Betreuung sind vor allem höhere Personalkosten. In den Krippen wäre die Anhebung besonders drastisch ausgefallen. Hier hilft die Stadt.

Ab kommendem Jahr steigen die Elternbeiträge in Radeberger Krippen, Kindergärten und Horten. Im Krippenbereich gibt die Stadt zusätzliches Geld aus.
Ab kommendem Jahr steigen die Elternbeiträge in Radeberger Krippen, Kindergärten und Horten. Im Krippenbereich gibt die Stadt zusätzliches Geld aus. © Symbolbild: dpa/Federico Gambarini

Radeberg. Die Stadt Radeberg unterstützt Eltern, die Kinder in der Krippe betreuen lassen. Nach den Berechnungen wären die Elternbeiträge im nächsten Jahr in dem Bereich in die Höhe geschnellt, von 215 auf 260 Euro im Monat. Das wäre eine Belastung von 540 Euro im Jahr gewesen. „Mit dieser großen Steigerung hatten wir Bauchschmerzen“, sagte OB Gerhard Lemm (SPD). Die Stadt wird deshalb im nächsten Jahr rund 72.000 Euro zuschießen.

Elternanteil abgesenkt, aber ...

Nach einem Beschluss des Stadtrates von 2011 müssen die Elternbeiträge bei 22 Prozent der Betriebskosten für die Krippe und 29 Prozent für Kindergarten- und Hort liegen. Die Stadt senkte jetzt den Elternanteil bei Krippen auf 20 Prozent ab. Dennoch wird die Betreuung in der Krippe genauso wie im Kindergarten und im Hort am nächstem Jahr teurer. In der Kinderkrippe müssen für eine neunstündige Betreuung für jedes erste Kind 236,30 Euro im Monat gezahlt werden. Das ist ein Plus von monatlich rund 21 Euro. Für die neunstündige Betreuung im Kindergarten müssen Eltern für das erste Kind ab Januar 142,80 Euro bezahlen. Das sind 4,50 Euro mehr als bisher. Auch im Hort steigt die Gebühr. Für eine siebenstündige Betreuung für das erste Kind müssen Eltern im nächsten Jahr 92,50 Euro monatlich überweisen. Das sind rund fünf Euro mehr als bisher. Trotz des Zuschusses der Stadt müssen Eltern mit Krippenkindern als immer noch den höchsten Anstieg verkraften. 

Anzeige
Eine Automatikuhr für Sammler und Kenner
Eine Automatikuhr für Sammler und Kenner

Die sportlich elegante 29er Casual aus dem Hause Mühle-Glashütte gibt es ab sofort in der auf 300 Stück limitierten Sonderedition „30 Jahre Deutsche Einheit“.

"Landesregierung in der Pflicht"

Nach Angaben von Gerhard Lemm ist der Grund für die höheren Elternbeiträge sit ein Anstieg bei den Betriebskosten, besonders der Personalkosten. „Einmal gab es Verbesserungen bei der Bezahlung der Mitarbeiter, außerdem wurde der Betreuungsschlüssel verbessert, das heißt, es wurde zusätzliches Personal eingestellt.“ Er selber begrüßt beides sehr, allerdings bekomme man eine bessere Betreuung nicht zum Nulltarif.Einigen Stadträten der Fraktion (SPD/Linke/Grüne) geht die Unterstützung für die Eltern durch die Stadt nicht weit genug. „Ich bin dafür, dass Kita-Gebühren komplett aus Steuermitteln bezahlt werden und damit die Kinderbetreuung für die Eltern kostenfrei ist“, sagte Cordula Heß von der Fraktion SPD/Linke/Grüne.Laut OB Lemm würde das der städtische Haushalt kaum verkraften. „Wir zahlen jetzt schon einen Anteil von 3,8 Millionen Euro im Jahr. Ich sehe hier die Landesregierung in der Pflicht, die Kommunen bei einem solchen Schritt zu unterstützen.“

Mehr Nachrichten aus Radeberg und dem Rödertal lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Radeberg