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Enge Vorgaben für Käufer des Luisenhofes

Interessenten haben auf dem Areal in Radeberg viel vor. Die Stadt ist grundsätzlich einverstanden, lehnt aber einen Punkt der Pläne ab.

Versteckt liegt der Luisenhof in einem Waldstück bei Liegau-Augutusbad. Die Eigentümer wollen das Areal verkaufen.
Versteckt liegt der Luisenhof in einem Waldstück bei Liegau-Augutusbad. Die Eigentümer wollen das Areal verkaufen. © Sven Ellger

Radeberg. Der Luisenhof in Radeberg hat eine lange Tradition. Hier entstand 1875 das erste Kindererholungsheim Deutschlands, später gehörte die Anlage zum Kurbad Augustusbad. Jetzt steht der Luisenhof zum Verkauf und einer der Interessenten hat weitreichende Pläne. Bevor er den Kaufvertrag unterschreibt, hat er bei der Stadt Radeberg nachgefragt, ob er sie auch umsetzen kann. Jetzt ist die Entscheidung gefallen. Danach kann er den Luisenhof als Soziale Einrichtung mit Gartenbaubetrieb, Gaststätte und Weiterbildungsstätte betreiben. In einem wichtigen Punkt ist die Stadt gegen die Pläne. Es dürfen keine zusätzlichen Gebäude mit Mietwohnungen gebaut werden. Der Interessent soll vielmehr untersuchen, ob nicht vorhandene Gebäude im ehemaligen Augustusbad dafür genutzt werden können. Außerdem müssen die vorhandenen Häuser saniert werden. 

Stadtrat und Ortsvorsteher von Liegau-Augustusbad, Gabor Kühnapfel (Fraktion SPD/Linke/Grüne), wies darauf hin, dass dringend die Frage der Zufahrt geklärt werden muss. Die Kurhausstraße aus Richtung Liegau wird ab einer bestimmten Grenze als Waldweg geführt und später als Feldweg auf dem nur Fußgänger und Radfahrer sowie landwirtschaftliche Fahrzeuge unterwegs sein dürfen. CDU-Stadträtin Ingrid Petzold forderte, dass der Investor alle Erschließungskosten tragen müsse. So kam es dann auch. Der Stadtrat legte in einem Beschluss fest, dass alle Planungs- und Erschließungskosten von ihm getragen werden müssen. Außerdem wurde er auf die Regelungen bei der Zufahrt hingewiesen. 

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Die privaten Eigentümer planen derzeit, das Grundstück zu verkaufen. Eine entsprechende Anzeige ist im Internet nachzulesen. Angeboten wird ein Reiterhof plus Wohnanlage in Radeberg, mit einem 14 Hektar großen Grundstück. Darauf stehen vier Einfamilienhäuser, ein Mehrfamilienhaus und Nebengebäude. Laut der Anzeige sind in diesen Häusern zurzeit rund 600 Quadratmeter Wohnfläche vermietet. Knapp 1,4 Millionen Euro soll der Hof kosten. Der Interessent will auf dem Gelände eine Soziale Einrichtung für Therapiezwecke benachteiligter Menschengruppen aufbauen. Außerdem ist die Errichtung eines Gartenbaubetriebes geplant. Die ökologisch erzeugten Lebensmittel sollen teils in einer Verkaufsstelle angeboten werden. Zudem wollen die neuen Eigentümer Weiterbildungen zum Thema nachhaltige Landwirtschaft anbieten. Geplant ist ein Café für Spaziergänger sowie eine Versorgung der Teilnehmer der Weiterbildungen. Der Käufer plant, eine Genossenschaft zu bilden, in der die unterschiedlichen Arbeitsfelder vereint sind. Die Genossenschaftsmitglieder sollen möglichst auf dem Hof leben.

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