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Erste Honigernte bei Heinrichsthaler

Auf dem Gelände des Milchwerks in Radeberg wurden drei Bienenvölker angesiedelt. Nun konnten 60 Kilogramm Honig geerntet werden.

Das Heinrichsthaler Milchwerk ist bekannt für seinen leckeren Käse. Jetzt wurde hier erstmals Honig geerntet.
Das Heinrichsthaler Milchwerk ist bekannt für seinen leckeren Käse. Jetzt wurde hier erstmals Honig geerntet. © Archiv: Thorsten Eckert

Von Nick Rösler

Radeberg. In den Behältern ist ein ständiges Summen zuhören. Dafür sorgen die tausenden Bienen der drei Völker auf dem Gelände des Heinrichsthaler Milchwerks. 2020 wurden sie hier angesiedelt, jetzt konnte der erste Honig geerntet werden. Insgesamt 250 Gläser Heinrichsthaler-Honig konnten gewonnen werden. Ein ungewöhnliches Vorhaben für ein Milchunternehmen, doch mit einem wichtigen Hintergrund.

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Die Idee dazu kam der Geschäftsleitung, nachdem im vergangenen Jahr mehr als 250 verschiedene Obst- und Nadelbäume in nächster Nähe zum Milchwerk gepflanzt wurden. Diese bieten ein perfektes Umfeld für Insekten, und vor allem die Apfel-, Kirsch- und Birnenbäume benötigen diese wiederum, um im Herbst auch Früchte tragen zu können.

Das Anschaffen einiger Bienenvölker war da für die Heinrichthaler nur der nächste logische Schritt. Mit Florian Senf fand man direkt einen Mitarbeiter, der in seiner Freizeit als Hobby-Imker tätig ist und sich mit seinem großen Wissen zur Bienenzucht der Sache annahm. Er stellte die Bienenstöcke auf und pflegte sie.

Gemeinsam mit anderen Mitarbeitern wurde jetzt die erste Ernte eingefahren. Ganze 60 Kilogramm ernteten sie bei den drei Völkern. „Die Bienen sind das erste Jahr als Wirtschaftsbienen unterwegs. Mit dem Ertrag können wir zufrieden sein, auch wenn gute Völker bis zu 30 Kilo allein erzeugen“, so Florian Senf. Wichtig sei aber in erster Linie, dass die Völker in einem guten Zustand sind.

Nun stehen die Vorbereitungen für den Winter an. „Damit die Bienen merken, dass es kälter wird, bleiben die Bodenschieber bis in den Dezember noch draußen. Sobald der erste strengere Frost einsetzt, hört die Bienenkönigin auf, ihre Eier zu legen, und das Bienenvolk ist in der Regel nach 21 Tagen brutfrei.“

Seit Jahren warnen Forscher vor einem enormen Bienensterben auf der ganzen Welt. Mehrere Ursachen wie die Zerstörung des Lebensraums, der Einsatz von Pestiziden und das Ausbreiten von Schädlingen und Fressfeinden sorgen dafür, dass auch in Deutschland die Zahl der Bienen immer weiter zurückgeht. Mit Projekten wie dem von Heinrichsthaler soll diese Entwicklung aufgehalten werden. Der leckere Honig ist dabei natürlich ein toller Nebeneffekt.

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Zu kaufen gibt es das „flüssige Gold“ übrigens nicht. Die 250 Gläser gehen an Mitarbeiter und Partner des Milchwerkes. Über einen Ausbau des Projektes wird allerdings bereits nachgedacht. Vielleicht gibt es dann in einigen Jahren neben Käse auch köstlichen Heinrichsthaler-Honig zu kaufen.

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