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Erster Laden an Mieter im EKZ übergeben

Beim Umbau des Einkaufscenters in Radeberg hält Bauleiter Florian Tebel die Fäden in der Hand. Einen wichtigen Termin hat er bereits gemeistert.

Florian Tebel leitet die Arbeiten am EKZ in Radeberg. Mit seinen 30 Jahren dürfte er einer der jüngsten Bauleiter in der Region sein. Die Eröffnung findet pünktlich am 5. November statt, verspricht er.
Florian Tebel leitet die Arbeiten am EKZ in Radeberg. Mit seinen 30 Jahren dürfte er einer der jüngsten Bauleiter in der Region sein. Die Eröffnung findet pünktlich am 5. November statt, verspricht er. © Christian Juppe

Radeberg. Elektriker, Monteure von Klimaanlagen, Maurer, Fußbodenleger, Dachdecker: Auf der Baustelle des Einkaufszentrums EKZ in Radeberg haben die unterschiedlichsten Handwerker zu tun, insgesamt rund 60 Bauleute, jeden Tag, gleichzeitig. Dass am Ende auch die Fenster in die Öffnungen passen, eine Tür dorthin kommt, wo sie soll, und auch alle Wände an der richtigen Stelle stehen, dafür sorgt Florian Tebel. Er ist Bauleiter auf der Neun-Millionen-Euro-Baustelle und kennt das Gebäude inzwischen wohl wie kein Zweiter. Als ihn ein Monteur auf die Schulter tippt und nach der Deckenhöhe in einem Nebenraum fragt, kommt prompt: „2,70 Meter.“ Auf die Pläne braucht er dazu nicht mehr schauen.

Keine leichte Aufgabe ist es auch, die Wünsche der 13 Mieter unter einen Hut zu bekommen. „Die kleinen kommen natürlich mit ganz anderen Fragen als die großen Mieter wie beispielsweise Aldi. Die haben meist eigene Planungsabteilungen. Ganz anders der Inhaber des Blumenladens oder des Frisörs. Da geht es um Dinge wie: Wo kommt der Wasseranschluss hin oder die Steckdose“, sagt Tebel. Aber das mache die Arbeit in Radeberg spannend. „Langweilig wird es hier nie.“

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Mit seinen 30 Jahren gehört Florian Tebel zu den jüngeren Bauleuten. Er kann jedoch schon einiges an Berufserfahrung vorweisen. Sein Studium hat er mit 22 abgeschlossen. Dann arbeitete er für den Discount-Riesen Aldi und errichtete dort mit seinen Kollegen vor allem Supermärkte. Dann wechselte er zu seiner jetzigen Firma, der IN-Bau aus Langenhagen in Niedersachsen. „Durch die Arbeit für Aldi habe ich eine gewisse Erfahrung, was Baustellen für Verkaufseinrichtungen angeht. Deswegen hat mich IN-Bau auch hier in Radeberg eingesetzt.“ 

Die neue Fassade am Eingang des Centers steht bereits. Sie wird jetzt mit Klinkersteinen verkleidet.
Die neue Fassade am Eingang des Centers steht bereits. Sie wird jetzt mit Klinkersteinen verkleidet. © Christian Juppe

Für Florian Tebel heißt der EKZ-Umbau, ein dreiviertel Jahr eine Wochenendbeziehung zu führen. „Meine Frau wohnt und arbeitet natürlich weiterhin in Hannover. Ich bin die Woche über hier in Radeberg. Nach der Arbeit setzte ich mich Freitag ins Auto und fahre die 400 Kilometer. Nach dem Wochenende geht es wieder retour.“ Die weite Entfernung zu seiner Familie, das bringe die Arbeit eben mit sich, sagt er. „Als ich zu IN-Bau gewechselt bin, wusste ich ja, worauf ich mich einlasse. Das war eine bewusste Entscheidung.“ 

Auf der EKZ-Baustelle läuft es, wie er sagt. „Wir werden den Eröffnungstermin 5. November definitiv einhalten. Gravierende Probleme hat es bisher nicht gegeben. Das ist bei einem Umbau eines Gebäudes nicht immer so. Da ist man nie vor Überraschungen sicher.“ Ein wichtiger Termin liegt schon hinter dem Bauleiter. Das erste Geschäft konnte schon an den Mieter übergeben werden. Die Drogeriemarkt-Kette DM wird jetzt die Räume weiter nach ihren Vorstellungen gestalten. 

Blick in die künftige Mall, den Flanierbereich im Center. Die Eingänge der einzelnen Geschäfte sind schon erkennbar.
Blick in die künftige Mall, den Flanierbereich im Center. Die Eingänge der einzelnen Geschäfte sind schon erkennbar. © Christian Juppe

Noch im September werden die nächsten Ladenflächen fertiggestellt, darunter die für Edeka und die Biowelt. „Sie haben eigene Handwerker beauftragt, die etwa den Ausbau machen oder den Fußboden verlegen. Es gibt aber auch Mieter, die das in unsere Hände gelegt haben“, sagt der Bauleiter. Meist kommen Fliesen in die Räume. Das gilt auch für die Mall, also den Flanierbereich. „Hier werden wir sandfarbene Fliesen verlegen. An die Seiten kommt ein dunkler Streifen. Innen sind bereits an mehreren Läden die typischen Rollgitter installiert. In den nächsten Tagen werden Glasscheiben und Türen eingesetzt. „Dann kann der Bau innen austrocknen.“ 

Große Veränderungen sind auch außen zu bemerken. So steht bereits die neue Fassade am Eingang. Sie verändert die Ansicht von der Parkplatzseite grundlegend. Sie ist etwa acht Meter hoch. Derzeit wird sie verklinkert. An die Wand werden Logos vieler Mieter installiert. Fast alle Außenwände sind schon verputzt. Der erste Zugang zwischen Parkplatz und Eingangsbereich ist schon gepflastert. „Er ist etwas flacher als zuvor. Jetzt können auch Rollstuhlfahrer die Zugänge nutzen.“

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