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Fischzüge am Sonnabend im Rödertal

In Wachau und Hermsdorf werden Karpfen und Schleien aus dem Wasser geholt. Früh morgens geht es los.

Frank Herrich betreibt mit seiner Frau seit mehreren Jahrzehnten Fischzucht in Wachau. Am Sonnabend laden sie zum großen Abfischen ein.
Frank Herrich betreibt mit seiner Frau seit mehreren Jahrzehnten Fischzucht in Wachau. Am Sonnabend laden sie zum großen Abfischen ein. © Archivfoto: Willem Darrelmann

Wachau/Hermsdorf. Bei Fischwirt Frank Herrich packt in diesen Tagen die gesamte Familie mit an. Räucherofen aufstellen, Fischsuppe kochen und den Teich vor seiner Haustür für den großen Fischzug am Sonnabend vorbereiten. „Um 8.30 Uhr geht es los, da beginnen wir mit dem Abfischen“, sagt der Wachauer. Dabei wird in dem Gewässer einfach das Wasser abgelassen. An der tiefsten Stelle sammeln sich die Fische dann in einem Auffangbottich. Vom Teich kommen die Tiere dann direkt auf die Ladentheke. Ab zirka 9 Uhr werden sie angeboten. Mit dem Ertrag ist Frank Herrich in diesem Jahr zufrieden. „Die Karpfen und Schleien sind gut gewachsen. Wir haben schon einen 6,3 Kilo schweren Brocken aus dem Wasser gezogen“, sagt er. Neben den Wachauer Fischen werden auch zugekaufter Wels und Hecht im Angebot sein. Außerdem  werden frische Fischsemmeln sowie eine Fischsuppe verkauft. 

Familie Herrich bewirtschaftet den Mittelteich in Wachau seit mehreren Jahrzehnten. 1964 übernahmen Frank und Renate Herrich haben die Fischzucht. Zu DDR-Zeiten arbeiteten sie für die Produktionsgenossenschaft der Binnenfischer. Seit der Wende verkaufen sie die Fische mit eigenem Gewerbe. 

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30 Fischer im Einsatz

Ebenfalls am Sonnabend werden die Fische aus dem Hermsdorfer Schlossteich geholt. Dort findet das traditionelle Schaufischen ab 8 Uhr statt. „Bis 13 Uhr können der gefangene Fisch sowie frisch geräucherte Forellen und Karpfenstücke gekauft werden“, sagt Olaf Pirnke vom Anglerverein Rödertal. Der Verein hat den Schlossteich für die Fischzucht gepachtet.  Nach Angaben von Olaf Pirnke wird auch hier zunächst das Wasser abgelassen. „Dann holen wir mit Netzen und großen Keschern die Fische heraus. Sie werden dann in Bottichen ans Land gebracht. Dort sortieren wir sie. Die Kleinen werden wieder in den Teich gesetzt, die Großen werden sofort verkauft“, sagt der Angler. Rund 30 Fischer sind an dem Tag im Einsatz. Wie der Ertrag in diesem Jahr ausfällt, kann er noch nicht sagen. „Das sehen wir erst, wenn das Wasser raus ist.“ Zum Angebot gehören auch die echte „Ungarische Fischsuppe“, leckere Fischbrötchen sowie Thüringer Bratwurst. Die Zufahrt zum Schlossteich ist ausgeschildert.  (SZ/td)

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