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Bewegungsinseln in der Stadt

Die Stadt Coswig will drei Freizeitstätten mithilfe des Bundes umgestalten - falls das Geld dafür kommt.

Der Spielplatz an der Weinböhlaer Straße soll ein moderner Motorikspielpark werden. Dabei können Jung und Alt an naturnahen Spielgeräten ihre Geschicklichkeit auf einem Erlebnispfad schulen.
Der Spielplatz an der Weinböhlaer Straße soll ein moderner Motorikspielpark werden. Dabei können Jung und Alt an naturnahen Spielgeräten ihre Geschicklichkeit auf einem Erlebnispfad schulen. © Stadtverwaltung Coswig

Coswig. Der Bund stellt in diesem Jahr 600 Millionen Euro zusätzliches Geld für die Sanierung von Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur zur Verfügung. Von diesem Kuchen will die Stadt Coswig ein Stück abhaben. Genauer gesagt: 1,22 Millionen Euro.

Dabei sollen drei Stätten zusammengefasst und als Gesamtprojekt „Aktive Bewegung für Jung und Alt“ eingereicht werden. „Wir sehen die Chance, die Infrastruktur attraktiver zu machen“, erklärte Oberbürgermeister Thomas Schubert (parteilos) in der Stadtratssitzung am vergangenen Mittwoch, auf deren Tagesordnung das Projekt stand. Im Folgenden werden die drei Einzelprojekte vorgestellt.

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Emil-Hermann-Nacke-Motorikspielpark

Das Gewicht so verlagern, dass die Kugel durch das Labyrinth rollt - eines der Spiele, um die Motorik zu trainieren.
Das Gewicht so verlagern, dass die Kugel durch das Labyrinth rollt - eines der Spiele, um die Motorik zu trainieren. © Stadtverwaltung Coswig

Der bestehende Spielplatz an der Weinböhlaer Straße soll in einen modernen Motorikspielpark umgewandelt werden. „Dabei werden naturnahe Spielgeräte entwickelt, die die Geschicklichkeit und Motorik in Form eines Erlebnispfades schulen sollen“, heißt es in der Beschlussvorlage für den Stadtrat. Die Elemente sollen von verschiedenen Altersgruppen genutzt werden können und möglichst langlebig sein. „Ziel des Motorikspielparks ist es, die Menschen zu mobilisieren und dadurch die Gesundheit, die Kreativität und die Lernfähigkeit zu verbessern und dabei Groß und Klein mit Spiel und Spaß zur Bewegung zu motivieren.“

Abgerundet werden soll der Erlebnispark mit Ruheinseln zum Verweilen und Erholen sowie Kleinkindspielgeräten, damit das Angebot für die komplette Familie bzw. Kindergärten und Schulklassen nutzbar ist. „Die bestehende Grünstruktur soll dabei erhalten bleiben und entstehende Erdmassen zur Geländemodellierung genutzt werden.“

Adventure-Golfanlage im Freibad Kötitz

Spannende Wettkämpfe mit viel Spaß sind in Adventure-Golfanlagen möglich, wie dieses Symbolbild zeigt.
Spannende Wettkämpfe mit viel Spaß sind in Adventure-Golfanlagen möglich, wie dieses Symbolbild zeigt. © Stadtverwaltung Coswig

Im Camping- und Freibadareal Kötitz soll auf einer nicht mehr effektiv genutzten Rasenfläche eine Adventure-Golfanlage entstehen, „um den Standort für Einwohner als auch für Touristen attraktiver zu machen.“ Die Anlage solle sowohl während der Badesaison als auch darüber hinaus genutzt werden. „Durch einen separaten Zugang steht die Anlage den Nutzern bei schlechtem Wetter auch außerhalb der üblichen Badöffnungszeiten zur Verfügung.“ 

Die Golfanlage soll den Spaß am Spielen durch anspruchsvolle Hindernisse erhöhen, architektonische und gestalterische Elemente und verschiedene Pflanzungen sollen sie zu einem „sportlichen Wohlfühlterrain“ machen, heißt es dazu weiter. „Es ist bewusst eine Adventure-Golfanlage konzipiert worden, um den Charakter der Stadt mit den bekannten Bauwerken und Infrastrukturen sowie die Tourismusregion rund um Coswig darzustellen.“ Die Anlage solle sowohl ein Angebot für die Bürger sein, als auch den Urlaubsstandort Coswig am Campingplatz aufwerten, so Oberbürgermeister Thomas Schubert.

Multifunktionale Rollsportanlage

Gegenüber dem Eingang des Fußballplatzes des Coswiger FV befindet sich eine durch Erdmodellierung geschaffene, in die Jahre gekommene Radsportanlage (Bikerstrecke). Bedingt durch die Bausubstanz (Erde) kann hier die Qualität einer modernen Sport- bzw. Spielstätte, wie sonst in Coswig vorhanden, nicht mehr angeboten bzw. sichergestellt werden - schreibt die Stadtverwaltung in der Beschlussvorlage für den Stadtrat. Durch das Förderprogramm des Bundes solle an gleicher Stelle eine kombinierte Rollsportanlage für viele Nutzergruppen geschaffen werden. „Neben einem Bike-Pumptrack für Kinder, Jugendliche und Erwachsene soll es ebenfalls einen Kidstrack geben, wo bereits Kleinkinder das Gefühl für das Radfahren entdecken und erlernen können. Ergänzt wird die Sportanlage mit einer Sprunglinie und einem Fahrtechnik-Trail.“

Die komplette Anlage könne sowohl individuell als auch für Gruppen aller Alters- und Leistungsklassen genutzt werden und für sämtliche Formen des Rollsports von Inline, Skateboard, Roller und Mountainbike bis zu BMX-Rädern. Die Verwaltung sei sich bewusst, dass die Rollsportanlage eventuell beaufsichtigt werden müsse, erklärte der Oberbürgermeister. Und: „Es muss uns allen klar sein, dass alle diese Ideen ohne eine Förderung durch den Bund nicht umgesetzt werden können.“ Der Stadtrat stimmte dem Projekt einstimmig zu.

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