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Kommt die neue Soccerhalle in Radeberg?

Im Radeberger Stadtzentrum plant Tom Lehmann eine Soccerhalle mit mehreren Indoor-Spielfeldern. Welche Hürden jetzt noch zu nehmen sind.

Von Thomas Drendel
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Tom Lehmann hat an der Dresdener Straße in Radeberg viel vor. Er plant eine Halle für Indoor-Fußball. Vier Spielfelder sollen entstehen.
Tom Lehmann hat an der Dresdener Straße in Radeberg viel vor. Er plant eine Halle für Indoor-Fußball. Vier Spielfelder sollen entstehen. © René Meinig

Radeberg. Das Areal an der Dresdener Straße in Radeberg liegt seit Jahren brach. An den Gebäuden bröckelt der Putz, Unkraut wuchert. Im Sommer hatte Investor Tom Lehmann angekündigt, auf der Fläche eine Soccerhalle mit mehreren Spielfeldern zu errichten. Doch noch immer ist das Tor mit einer dicken Kette versperrt. Ist das Projekt vom Tisch?

„Keineswegs“, sagt der ehemalige Fußballer. „Derzeit werden offene Fragen geklärt. So verläuft eine Starkstromleitung über das Grundstück und die Halle. Wir haben bei der Enso nachgefragt, ob der Hallenneubau mit einer Höhe von rund acht Metern an der Stelle möglich ist. Die Antwort liegt noch nicht vor“, sagt der 42-Jährige.

Inzwischen haben sich Betonbauspezialisten noch einmal die bestehende große ehemalige Werkshalle aus DDR-Zeiten angesehen. „Wir sind ursprünglich davon ausgegangen, dass nur der Abriss bleibt. Jetzt waren Fachleute noch einmal drin. Nach ihrer Einschätzung sind die tragenden Betonelemente in einem guten Zustand. Jetzt wird geprüft, ob die Halle doch stehenbleiben kann.“

Unterschiedlichste Sportarten auf 5.000 Quadratmetern

Noch ist auch unklar, was teurer würde, ein Neubau oder die Instandsetzung der bestehenden Halle. Sollte ein Neubau kommen, wäre der nicht ganz so groß wie das 120 Meter lange Gebäude, in dem zuletzt die Firma Ravi produzierte. Das neue würde eine Länge von 90 Metern und eine Breite von 50 Metern haben.

An seinem Konzept will Tom Lehmann festhalten: Auf 5.000 Quadratmetern sollen die unterschiedlichsten Sportarten angeboten werden, der Fokus liegt aber auf Indoor-Fußball. Es entstehen vier Spielfelder, drei mit Kunstrasen, eins mit einem Belag, wie ihn jeder aus Sporthallen kennt. Zusätzlich wird ein Bereich für Crossfit eingerichtet, eine Fitnessart ohne Geräte.

Draußen werden Angebote für Skater, Volleyballer oder eine Kletterwand entstehen. Dazu gibt es eine Sport-Bar und eine Art Lounge auf einer Empore. Die Halle soll modernes Flair verbreiten, mit bunten Graffiti an den Wänden und Bildern großer Fußballer. Tom Lehmann geht von Kosten zwischen drei und vier Millionen Euro aus.

Der gebürtige Kamenzer ist seit seiner Kindheit begeisterter Fußballer, unter anderem beim ASV Vorwärts. Später studierte er Betriebswirtschaftslehre, arbeitete dann in den Marketingabteilungen großer Sportartikelhersteller wie Nordica, Salewa oder dem Großhändler Bergzeit. Inzwischen wohnt er mit seiner Frau in München.

Jetzt leitet er gemeinsam mit dem Stiefbruder seiner Frau das Unternehmen Schaack in Radeberg. Die Gebäudeservice-Firma mit 50 Beschäftigten betreut unter anderen große Kunden wie das Silberberg-Center und das Hohenbusch-Center Weixdorf.

Dass das Projekt ein Erfolg wird, davon ist der Investor überzeugt. Vergleichbare Hallen sind deutschlandweit zurzeit gefragt. In Dresden gebe es nur eine ähnliche Einrichtung. Termine sind dort schwer zu bekommen, sagt er. Die Verbindung von der Landeshauptstadt nach Radeberg mit Bahn und dem Auto ist exzellent. Zudem gibt es in Radeberg und der Umgebung viele begeisterte Fußballer, wie die zahlreichen Mannschaften in den Fußballvereinen in Radeberg und der Umgebung zeigen.