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Konzert und Kino am Seifersdorfer Schloss

In diesem Jahr jährt sich die Uraufführung der deutschen Nationaloper „Freischütz“ zum 200. Mal. Im Schloss feiert man dieses Jubiläum mit einigen aufregenden Events.

In den nächsten Wochen sind Besucher zu Konzerten und einem Kinoabend ans Seifersdorfer Schloss eingeladen.
In den nächsten Wochen sind Besucher zu Konzerten und einem Kinoabend ans Seifersdorfer Schloss eingeladen. © Archiv: Thorsten Eckert

Seifersdorf. Wer in den kommenden Wochen das Seifersdorfer Schloss besucht, wird dort im Rahmen von verschiedenen Events mit einem Ereignis konfrontiert, welches bereits 200 Jahre zurückliegt und in diesem Jahr in vielen bundesdeutschen Kulturhäusern gefeiert wird. Die Rede ist vom Freischütz, einer Oper, die in den Jahren 1817 bis 1821 entstand und am 18. Juni 1821 im Berliner Schauspielhaus uraufgeführt wurde.

Wer sich fragt, was der Freischütz mit dem Seifersdorfer Schloss zu tun hat, dem sei gesagt, dass sich der damalige Schlossherr, Carl Graf von Brühl, seinerzeit Intendant der königlichen Theater in Berlin, in jenen Tagen häufiger mit dem Komponisten Carl Maria von Weber traf, um sich über die Konzeption dieser Oper auszutauschen.

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Der Graf war es dann auch, der dieses Weber'sche Werk in Auftrag gab. Mit anderen Worten: Im Seifersdorfer Schloss wurde Operngeschichte geschrieben. Beim Schloss-Förderverein ist man mächtig stolz auf diesen besonderen Eventsommer. Fördervereinschefin Ulrike Hantsche: „Was wir hier bieten, ist auf jeden Fall einen Besuch wert.“

Überhaupt gibt es viel zu erleben in den nächsten Wochen im Schloss Seifersdorf: Lesungen, Defa-Spielfilm, MDR-Musiksommer und ein Fest- und Benefizkonzert der Landesbühnen Sachsen bilden die Höhepunkte in diesem Freischütz-Jubiläumsjahr. Am 4. Juli um 14 Uhr geht es los mit der traditionellen Schlossbesichtigung „Offenes Schloss“. Diese habe man bisher einmal monatlich durchgeführt. „Das wollen wir aber jetzt alle 14 Tage anbieten“, so Hantsche weiter. Am selben Tag wird es auch eine Lesung im Park geben. Dort wird um 17 Uhr Christine von Brühl ihr neues Buch „Schwäne in Weiß und Gold - Geschichte einer Familie“ vorstellen.

Musik aus dem Freischütz zu hören

Musikalisch wird es am 6. August. Im Rahmen des 30. MDR-Musiksommers wird das Bläser-Ensemble Konzerthaus Brass Berlin ab 19 Uhr im Schlosspark spielen. Unter dem Titel „Mythen, Märsche, Musicals“ werden die Musiker neben Werken von George Gershwin und Paul Dukas natürlich auch Stücke aus dem Freischütz spielen. Bei Regen wird dieses Open-Air-Konzert in der Seifersdorfer Kirche stattfinden.

Kinofreunde dürfen sich auf ein besonderes cineastisches Highlight freuen. Voraussichtlich Ende Juni, Anfang Juli (der genaue Termin wird noch bekannt gegeben) wird der 1986 gedrehte Defa-Spielfilm „Der Freischütz in Berlin“ gezeigt. Gedreht wurde damals auch im Seifersdorfer Schloss. Was die Kinofreunde besonders interessieren dürfte, ist, dass an diesem Abend auch einer der Hauptdarsteller vor Ort sein wird. Das ist Frank Lienert, der in dem Film die Rolle des Freischütz-Komponisten Weber spielt. Darüber hinaus wurde auch der bekannte Defa-Spielfilmexperte und Kulturwissenschaftler Paul Werner Wagner eingeladen.

Einen weiteren musikalischen Leckerbissen wird es zum „Tag des offenen Denkmals“ am 12. September geben. Da werden ab 17 Uhr die Landesbühnen Sachsen ein Konzert geben. Eigentlich war das Fest- und Benefizkonzert für diesen 6. Juni geplant, aber coronabedingt „mussten wir dieses auf den Herbst verschieben“, so Ulrike Hantsche.

Es wird also einiges los sein in diesem Sommer im Schloss. Und was auch nicht ganz unwichtig ist und viele Freunde dieses historischen Gebäudes interessieren dürfte: Die Sanierungsarbeiten im Schloss gehen weiter voran. Aller Voraussicht nach, so Fördervereinschefin Hantsche, werde man mit der „Eindeckung des Schlosses“ wohl in diesem Juli fertig sein. Ein weiterer Fortschritt in der Entwicklung des Seifersdorfer Schlosses, das immer mehr zu einem kulturellen Leuchtturm in der Region wird, besonders in diesem Freischütz-Jubiläumsjahr.

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