merken
PLUS Radeberg

Auf dem Weg zum Erlebnisschloss

Für alle Aufgaben rund um die Vermietung der Räumlichkeiten des Seifersdorfer Schlosses ist nun der Förderverein zuständig. Was dieser unternimmt.

In Schloss Seifersdorf sollen künftig auch Privatfeiern stattfinden.
In Schloss Seifersdorf sollen künftig auch Privatfeiern stattfinden. © Thomas Schade

Wachau. In Seifersdorf fanden viele diese Idee immer schon recht spannend. Die Vorstellung, aus dem örtlichen Schloss eine Art Erlebnisschloss zu machen, um etwa Touristen anzulocken, die hatte auch für etliche Menschen aus der Region einen gewissen Charme. Dafür hatte ja der Schloss-Förderverein in den vergangenen Jahren immer wieder plädiert, in der jüngsten Vergangenheit einige Hebel in Bewegung gesetzt, damit daraus endlich einmal Realität wird.

Aber wer sich das Schloss seinerzeit anschaute, das marode Dach, die abblätternde Außenfassade, die alten Sanitäranlagen, der hatte sich allerdings schon gefragt, wie lange das jemals dauern wird, um dieses heruntergekommene alte Gebäude zu sanieren. Zumal der Eigentümer, die Gemeinde Wachau, leider nicht das nötige Kleingeld parat hat.

TOP Jobs
TOP Jobs
TOP Jobs

Finden Sie bei Top Jobs jetzt Ihren Traumjob in der Region! Attraktive Arbeitgeber Ihrer Region suchen Sie!

Hat sie auch jetzt noch nicht, aber in den zurückliegenden Monaten wurde doch seitens des Fördervereines und der Gemeinde einiges unternommen, damit sich dieses Schloss dennoch baldmöglichst in einem sehenswerten Zustand präsentieren kann.

Viele Seifersdorfer helfen

Seitdem hat sich einiges im Schloss und auf dem Außengelände getan. Spenden, Fördermittel und nicht zuletzt die erfolgreiche Teilnahme am Ideenwettbewerb des sächsischen Umweltministeriums ermöglichten der Gemeinde, im vergangenen Jahr erste Sanierungsschritte einzuleiten. Und nicht nur das.

Wie Ulrike Hantsche vom Förderverein erzählt, hätten "zahlreiche Seifersdorfer geholfen, um das Schloss wieder sehenswert zu machen". Besonders habe sie sich über das Engagement des örtlichen Dorfklubs gefreut.

Derzeit werde die über 50 Jahre alte Kellertoilette komplett erneuert, so Hantsche weiter. Aller Voraussicht nach werden die Arbeiten an den Sanitäranlagen des Schlosses wohl in diesem Frühjahr beendet sein. Hantsche weist darauf hin, dass man diese bauliche Maßnahme ohne die Gelder, die man im vergangenen Jahr für die erfolgreiche Teilnahme beim Ideenwettbewerb erhielt, wohl so schnell nicht hätte umsetzen können.

Auf dem besten Weg, sich zu einer Sehenswürdigkeit zu entwickeln

Nun blickt man beim Förderverein auf die nächsten Wochen, darauf hoffend, dass man das Schloss dann wieder für Besucher öffnen kann. "Das ist ja wegen der Pandemie derzeit alles noch sehr unsicher", so Ulrike Hantsche weiter. Dennoch gelte es, optimistisch nach vorne zu schauen. Nicht zuletzt auch, weil dieses historische Gebäude auf dem besten Wege sei, sich langsam aber sicher zu einer touristischen Sehenswürdigkeit zu entwickeln.

Einer Sehenswürdigkeit, in der man auch feiern kann, sofern es Corona wieder zulässt. Seit Anfang Februar dieses Jahres hat der Förderverein vom Schlosseigentümer, der Gemeinde Wachau, alle Aufgaben übernommen, die sich um die Vermietung der Räumlichkeiten drehen. Soll also nicht nur die Seifersdorfer Geschichte in einer Art interaktivem Museum erlebbar sein, sondern auch in historischen Ambiente gefeiert werden, können Interessenten die Räumlichkeiten für Veranstaltungen buchen.

"Wir haben schon etliche Anfragen bekommen", sagt Hantsche. Wer also künftig im Seifersdorfer Schloss eine Privatfeier durchführen will, muss eine Saal-Tagesmiete von 150 Euro berappen, bei Gewerbe- und Betriebsveranstaltungen liegt der Tagesmietpreis ein wenig höher, bei 250 Euro.

Weitere Informationen gibt es unter [email protected] oder unter 0151 22473627.

Mehr Nachrichten aus Radeberg und dem Rödertal lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Radeberg