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Radeberg
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Entscheidungen, Baustellen, Feste: Das steht im Jahr 2023 in Radeberg an

Ein Jahr ist vorüber, das neue steht vor der Tür. Und mit ihm kommen neue politische Entscheidungen, neue Baustellen, neue Feste. Was in Radeberg 2023 geplant ist.

Von Verena Belzer
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Das Radeberger Bierstadtfest findet 2023 vom 2. bis 4. Juni statt.
Das Radeberger Bierstadtfest findet 2023 vom 2. bis 4. Juni statt. © Sven Ellger

Radeberg. Das vergangene Jahr stand in Radeberg politisch ganz im Zeichen der Wahl eines neuen Oberbürgermeisters. Nun heißt der neue Chef der Rathausverwaltung Frank Höhme. Diese Themen wollen der Stadtrat und er in diesem Jahr vorantreiben.

Wann bekommt die Stadt neue Parkplätze?

Nicht nur in Radeberg, sondern in vielen Städten immer ein heiß umstrittenes Thema: Parkplätze. In Radeberg hatte man eigentlich ein neues Parkhaus an der Oberstraße geplant - doch das wird nicht kommen.

"Trotz der fortgeschrittenen Planung mussten wir die Notbremse ziehen", sagt OB Frank Höhme im Gespräch mit Sächsische.de. "Die Mehrkosten wären nicht finanzier- und vermittelbar gewesen." Im neuen Jahr sollen dafür aber andere Parkplätze entstehen: auf dem alten Sportplatz an der Pulsnitzer Straße. "Aktuell laufen dazu die Planungen und Prüfungen", erklärt der OB.

Kein Parkhaus an der Oberstraße - dafür sollen Parkplätze an der Pulsnitzer Straße entstehen.
Kein Parkhaus an der Oberstraße - dafür sollen Parkplätze an der Pulsnitzer Straße entstehen. © René Meinig

Wie ist die Lage an Radebergs Schulen und Kita?

An der Kita in Großerkmannsdorf läuft derzeit der Erweiterungsbau - er soll im kommenden Jahr abgeschlossen sein und 418.000 Euro kosten. Die Stadt geht allerdings jetzt schon von höheren Kosten aus - eine endgültige Summe steht noch aus.

Der neue, 32 Quadratmeter große Raum soll für Veranstaltungen und zum Spielen genutzt werden. Um den neuen Anbau künftig gut betreten zu können, soll zudem der bestehende Eingangsbereich erweitert werden. 96 Mädchen und Jungen besuchen derzeit die Kita in Großerkmannsdorf.

"Im Haushalt für 2023 und 2024 sind außerdem Mittel für die Sanierung der Grundschule Mitte angedacht", berichtet Oberbürgermeister Frank Höhme. "Hier gab es vor Kurzem einen Termin vor Ort, um gemeinsam die Priorisierung festzulegen." Hier sind unter anderem die Sanitäranlagen und die Kantine ein Problem, das in der Vergangenheit auch oft im Stadtrat debattiert wurde.

Einigen Stadträten, darunter vor allem Steffi Dauphin von den Freien Wählern, geht es mit der Planung der Sanierung nicht schnell genug - was OB Höhme regelmäßig damit konterte, dass eben der Haushalt noch nicht endgültig aufgestellt sei.

Der Baustart für die Grundschule Süd ist erst für 2024 geplant - in diesem Jahr stehen Planungsarbeiten an.
Der Baustart für die Grundschule Süd ist erst für 2024 geplant - in diesem Jahr stehen Planungsarbeiten an. © René Meinig

Für den Neubau der Grundschule Süd werden im neuen Jahr hingegen noch keine Bagger anrollen. Hier ist der Baustart für 2024 terminiert. "Aktuell laufen die Planungen weiter, es wird außerdem an einem Verkehrskonzept gearbeitet", erklärt der Oberbürgermeister. Sowohl für die Grundschule Süd als auch den geplanten Schulcampus in Liegau-Augustusbad wartet die Stadt noch auf Fördermittel-Bescheide.

Wird es ein Bürgerbudget geben?

Es war eines der Themen, die Frank Höhme im Wahlkampf wichtig waren: die Einführung eines Bürgerbudgets. Auf schnellem, unbürokratischen Weg sollten hier Gelder für kleine Projekte eingestellt werden, die aus der Bürgerschaft kommen. "Ab dem kommenden Jahr möchte ich 15.000 Euro als Bürgerbudget bereitstellen", sagt Höhme. "Vorausgesetzt natürlich, der Stadtrat stimmt zu." Das Einbringen von Vorschlägen soll laut Höhme direkt über das OB-Büro erfolgen, ebenso die Entscheidung darüber. "Der Ältestenrat sollte dabei unterstützend beraten", sagt Höhme.

Voraussetzung für einen Antrag: Die Verwendung der Mittel nützt einer großen Mehrheit, es dürfen keine Folgekosten anfallen - oder diese sind bereits gesichert - und der Antragsteller muss bereit sein, einen Eigenanteil von 20 Prozent zu finanzieren. "Ein Beispiel: Der neue Kunstrasenplatz im Verein kann damit nicht unterstützt werden, die öffentliche Einweihung des neuen Platzes durch den Verein hingegen schon", erklärt der OB.

Wann wird der Trimm-dich-Pfad wieder hergerichtet?

"Mein Ziel ist es, die fünf Stationen des Radeberger Trimm-dich-Pfades im Frühling 2023 wiederzubeleben", kündigt Frank Höhme an. "Aktuell sind wir dazu im Gespräch mit potenziellen Unterstützern und Paten."

Werden die städtischen Arbeitsgemeinschaften wiederbelebt?

In Radeberg gibt es zahlreiche Arbeitsgemeinschaften - unter anderem die AG Hüttermühle, die AG Sichere Schulwege und die AG barrierefreies und radfreundliches Radeberg. Manche treffen sich oft, andere existieren nur noch auf dem Papier. "Hier sehe ich Handlungsbedarf", sagt Frank Höhme. "Ich sehe seitens der Verwaltung die Pflicht, aktiver zu werden."

Ein Problem der vergangenen Monate sei hier auch gewesen, dass einige Rathaus-Mitarbeiter in Ruhestand gegangen seien oder die Verwaltung verlassen hätten, die für die Organisation der AGs zuständig waren.

Welche Feste werden 2023 in Radeberg gefeiert?

Das größte und wichtigste Fest, das weit über die Grenzen Radebergs bekannt ist, findet vom 2. bis 4. Juni statt: das Bierstadtfest.

Der Weihnachtsmarkt wird traditionell am dritten Dezember-Wochenende ausgerichtet - das ist im neuen Jahr von Donnerstag, 14. bis 17. Dezember.

Auf eine lange und erfolgreiche Tradition kann auch das Kohlrabi-Insel-Sommerfest blicken, das am Wochenende des 23. und 24. Juni stattfinden wird.