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Radeberg
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Hofewiese in der Dresdner Heide ist in die Saison gestartet

Die Hofewiese hat am Sonnabend die ersten Gäste nach der Winterpause empfangen. Trotz des nassen Aprilwetters kamen erstaunlich viele Besucher. Das erste große Fest ist für Ostern geplant - dann auch mit Gäste-WLAN.

Von Siri Rokosch
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Holger Zastrow hat "seine Hofewiese" in Langebrück in der Dresdner Heide am Sonnabend wiedereröffnet.
Holger Zastrow hat "seine Hofewiese" in Langebrück in der Dresdner Heide am Sonnabend wiedereröffnet. © Sven Ellger

Langebrück. An der Pferde-Anbindestation vor dem Eingang zur Hofewiese grasen Pferde und Ponys unter hohen Bäumen. Sie gehören zu einer Wanderreitgruppe, die regelmäßig zur Hofewiese kommt. Auch am Samstagnachmittag ließen es sich die sechs Reiter nicht nehmen, zur Eröffnung nach der Winterpause, der Hofewiese in der Dresdner Heide einen Besuch abzustatten.

Bei Bier und deftigem Essen erholten sich Ross und Reiter, wie Tino Langisch sagt: "Wir kommen von Radeberg und sind eine Runde geritten. Wir sind heute spontan hier, und wir kommen auch wieder, denn es ist günstig gelegen, mitten im Grünen."

Thomas, Birgit und Annett gehören zu einer sechsköpfigen Wanderreitergruppe, die am Samstag Station auf der Hofewiese machte.
Thomas, Birgit und Annett gehören zu einer sechsköpfigen Wanderreitergruppe, die am Samstag Station auf der Hofewiese machte. © Sven Ellger

Trotz Regens kamen viele Gäste

Das Wetter zum 1. April lud eigentlich nicht unbedingt zu einem längeren Aufenthalt im Freien ein. Oft regnete es, doch ab und an zeigte sich am Nachmittag auch die Sonne auf der Hofewiese, und so zog Inhaber Holger Zastrow am Nachmittag eine positive Bilanz: "Es waren am Vormittag sogar mehr Gäste da. Das ist völlig okay." Er schätzt die Besucherzahl am Sonnabend auf 200 bis 300.

Die meisten Besucher hatten es sich unter dem Vordach des alten Landguts an den Tischen gemütlich gemacht. Auch ein Paar aus Langebrück war zur Eröffnung gekommen. Sie schätzen vor allem, dass sie sich so viel Zeit lassen können, wie sie wollen, um das alkoholfreie Bier zu trinken und die anderen Gäste zu beobachten. In einem Restaurant würden sie ständig von den Kellnern angesprochen, auf der Hofewiese nicht.

Auf der Hofewiese ist bereits österlich geschmückt.
Auf der Hofewiese ist bereits österlich geschmückt. © Sven Ellger

Die Gäste tranken im bereits teils österlich geschmückten Biergarten Bier und Brause. Waffeln wurden frisch gebacken und Kuchen verspeist. Auch Pommes, Backfisch und Softeis waren im Angebot an den Imbiss-Wagen.

Dabei waren die Waren erst am Vortag geliefert worden, sagt Zastrow: "Radeberger und Feldschlösschen kamen tatsächlich erst gestern."

WLAN und Bier aus dem Glas, satt aus dem Plastikbecher

Am Eingangsbereich zur Hofewiese, zum Parkplatz hin, wird derzeit gebaut. Am Freitag kam die von Amtswegen vorgeschriebene Löschwasserzisterne an. Diese sei notwendig geworden, weil die umliegenden Hydranten zu wenig Wasserdruck haben, erklärt Holger Zastrow. Er hofft, dass die Fläche bis Ostern verschlossen sein wird. Falls die Bauarbeiten dies nicht zulassen, soll wenigsten ein Teilbereich des derzeit gesperrten Parkplatzes wieder für Besucher-Autos geöffnet werden.

Daneben erhält die Hofewiese ein ausgeklügeltes Abwassersystem. Die Scheune ist bereits an das Abwasser angeschlossen und erhält zudem noch den Trinkwasseranschluss. Beides ist auch noch für das historische Restaurant-Gebäude geplant.

Ab September können die Gäste zudem ihr Bier aus echten Gläsern trinken. Dann wird überall Trinkwasser anliegen und die Abwasseranlage in Betrieb sein. Die 40.000 Euro teure Spülmaschine sei bereits da, sodass dann in allen Bereichen Mehrweg-Geschirr angeboten werden wird. Bislang liegt Trinkwasser nur am Imbiss an, die Gäste trinken aus Flaschen oder Papp- und Plastikbechern.

Noch ist dieser Bereich des Parkplatzes gesperrt. Rechts ist die neue Löschwasserzisterne mit einem Fassungsvermögen von 50 Kubikmetern zu sehen.
Noch ist dieser Bereich des Parkplatzes gesperrt. Rechts ist die neue Löschwasserzisterne mit einem Fassungsvermögen von 50 Kubikmetern zu sehen. © Sven Ellger

Auch beim Telefonieren gab es rund um und in der Hofewiese bislang Probleme, denn meist fehlt dort einfach das Netz. Um immerhin etwas Abhilfe zu schaffen, hat Zastrow nun kostenloses Gäste-WLAN installieren lassen. Auch Glasfaser sei vom Haus bis zur Straße verlegt worden. Ab Ostern können Gäste unter "Hofewiese" das freie Internet nutzen.

Ostern und ein Pferdefest

Das erste große Fest soll am Osterwochenende gefeiert werden. Das nächste Wochenende stehe ganz im Zeichen der Familie, wie Holger Zastrow sagt. Am Ostersonntag und Ostermontag könnten sich die Kinder unter anderem auf das Ponyreiten sowie Kinderbasteln- und schminken freuen. Am Ostermontag wird 15.30 Uhr das beliebte Puppentheater aufgeführt.

Die nächste Feier auf der Hofewiese ist für den Walpurgistag, am 30. April, geplant, unter anderem mit Kinderdisko und Ponyreiten. Am 14. Mai verwandelt sich der Biergarten in ein musikalisches Dixieland.

Ganz neu plant der Inhaber und Betreiber des Landguts Hofewiese ein Pferdefest am 17. und 18. Juni. "Wir wollen an die alte Tradition, die Fohlenzucht von August dem Starken, anknüpfen, was viele nicht wissen", erklärt Zastrow. So sei auch ein Teil des Heus für den Dresdner Stallhof früher von den Wiesen rund um die Hofewiese gekommen.

Für das Pferdefest wolle er neben dem Langebrücker Ponyhof und der Reitschule Claudia Bosert, welche Vorführungen darbieten werden, auch die Polizei-Reiterstaffel aus Großerkmannsdorf mit ins Boot holen. Kinder können sich an diesem Tag auf eine Bibi-und Tina-Disko freuen, und natürlich auf das Ponyreiten.

Geplant ist, dass die Hofewiese ab Himmelfahrt auch wieder an den Wochentagen öffnet. "Spätestens. Wir würden gern eher auch wochentags öffnen, nur benötigen wir dafür dringend Personal", sagt Zastrow. Vor allem festangestellte Vollzeitbeschäftigte, die innerhalb der Woche in der Gastronomie arbeiten wollen, seien von Nöten.