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Landesbühnen planen Vorstellungen im April

Mit fünf Premieren in einem Monat möchte das Stammhaus in Radebeul den Lockdown verlassen und den Spielbetrieb wieder aufnehmen.

Das Stück „Bus 57“ basiert auf einer wahren und schockierenden Geschichte aus den USA. Es spielen Justin V. John (v.l.n.r.), Tuan Ly, Julia Rani, Moritz Gabriel und Kofi Dansu Wahlen.
Das Stück „Bus 57“ basiert auf einer wahren und schockierenden Geschichte aus den USA. Es spielen Justin V. John (v.l.n.r.), Tuan Ly, Julia Rani, Moritz Gabriel und Kofi Dansu Wahlen. © Sylvio Dittrich

Radebeul. Einen Funken der Hoffnung senden die Landesbühnen Sachsen. Nach wochenlanger Zwangspause will das Stammhaus in Radebeul im nächsten Monat wieder Vorstellungen geben. „Entsprechend den Möglichkeiten, die durch die aktuellen Verordnungen gegeben sind, bereiten wir die schrittweise Wiederaufnahme des Spielbetriebes in Radebeul für den Monat April vor“, teilte Landesbühnen-Sprecherin Petra Grubitzsch mit.

Die künstlerische Leitung des Hauses hat einen Spielplan erarbeitet, der unter Einbeziehung coronabedingter Aspekte eine Melange aus neuen Stücken und Repertoire enthält. So stehen fünf Premieren auf dem Plan. Die erste stammt vom Puppentheater. Dieses bringt am 11. April nachmittags auf der Studiobühne Pinocchio nach Carlo Collodi zur Aufführung. Am Abend desselben Tages soll auf der Hauptbühne die Premiere der Oper „Rigoletto“ von Giuseppe Verdi folgen.

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Am nächsten Tag steht die Uraufführung des Stücks „Bus 57 - Eine wahre Geschichte“ auf dem Plan. Das Schauspiel basiert auf dem gleichnamigen Roman von Dashka Slater. Es handelt von einer unfassbaren Tat und der nicht weniger erschütternden Erklärung des Täters. Am Montag, 4. November 2013, zündet ein sechzehn Jahre alter Jugendlicher den Rock eines schlafenden Passagiers gleichen Alters in einem Linienbus in Oakland an. Sasha überlebt trotz schlimmster Verbrennungen. „Es sollte nur ein Scherz sein“, sagt Richard bei seiner ersten Vernehmung. Er habe gedacht, die kleine Flamme würde einfach wieder ausgehen. Es ist nicht so einfach mit der Geschichte von Richard und Sasha. Der eine ist ein Junge afro-amerikanischer Abstammung, während der andere zur weißen Mittelschicht gehört. Der Fall war in den USA ein nationales Medienereignis.

Vorstellungen im Lößnitzgymnasium

Die vierte Premiere im Haus heißt „Dinner vor Five“ und soll am 30. April das erste Mal gezeigt werden. Hierbei handelt es sich um ein Operetten-Abend. Für die fünfte Erstaufführung verlassen die Landesbühnen ihr Stammhaus und gehen ins Lößnitzgymnasium. Dort spielen sie am 28. und 29. April das Stück „setup.school. Die Lernmaschine“. Es handelt sich um theatrales Spiel im Klassenzimmer, das in Koproduktion mit dem Theater Baden-Baden entstanden ist.

„Die künstlerischen Ensembles haben gleichzeitig in intensiven Proben Inszenierungen wieder aufgenommen oder unterbrochene Probenprozesse weitergeführt“, berichtet Grubitzsch. Nun freuen sich Schauspieler, Sänger und Tänzer auf die Begegnung mit dem lang vermissten Publikum. Der Spielbetrieb muss immer unter dem Vorbehalt der jeweils geltenden Coronaregeln betrachtet werden.

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Selbstverständlich erfolgt die Wiederaufnahme des Theaterbetriebs unter dem Einhalten der Hygienevorschriften und hohen Gesundheitsstandards. Dazu gehört neben den bereits im vorigen Jahr erprobten Abläufen auch die Notwendigkeit für jeden Zuschauer, einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorzuweisen. Der Kartenvorverkauf beginnt laut Grubitzsch nach den Osterfeiertagen. (SZ/sku)

www.landesbuehnen-sachsen.de

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