merken
PLUS Radeberg

Richtfest am Rossplatz in Ottendorf

Die Wohnungsgenossenschaft investiert in Ottendorf 4,5 Millionen Euro in ein ambitioniertes Bauprojekt. Die ersten Wohnungen sind schon vergeben.

Zimmerer Albrecht Frank stieß beim Richtfest am Rossplatz in ottendorf mit einem Glas Sekt an. 13 Wohnungen entstehen hier.
Zimmerer Albrecht Frank stieß beim Richtfest am Rossplatz in ottendorf mit einem Glas Sekt an. 13 Wohnungen entstehen hier. © privat

Ottendorf-Okrilla. Die Feier fiel aus, die Freude ist dennoch groß. Die Wohnungsgenossenschaft Ottendorf-Okrilla hat auf ihrem neuen Haus am Rossplatz die Richtkrone gesetzt. Jetzt kommen die Ziegel aufs Dach, dann geht der Innenausbau weiter, sagt Vorstand Lutz Herrmann. "Im Juni nächsten Jahres soll das Gebäude vollständig fertig sein. Damit liegen wir im Plan. Corona hat uns bisher kaum beeinträchtigt." 

13 Wohnungen entstehen hier. Das Angebot reicht vom Zwei-Raum-Appartement mit 65 Quadratmetern bis zur Vier-Raum-Wohnung mit 105 Quadratmetern. "Das Interesse ist groß. Wir haben bereits fünf Wohnungen vergeben."

Anzeige
Wir gegen Corona!
Wir gegen Corona!

Gemeinsam mit den Landkreisen und kreisfreien Städten hat die Staatsregierung weitere Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie beschlossen.

Kurze Wege zum Einkaufsmarkt

Weiterer Grund für die Nachfrage dürfte die zentrale Lage sein. Vom Rossplatz sind die Wege zum Einkaufen oder zum Arzt kurz. Auch der Haltepunkt Ottendorf-Okrilla der Bahn ist nicht weit entfernt. Bei der Gestaltung hat sich die Genossenschaft stark an der Umgebung orientiert. "An der Mühlstraße sind ja noch einige ältere Häuser zu finden, die evangelische Kirche ist ebenfalls in der Nähe. Es handelt sich also gewissermaßen um den historischen Ortskern von Ottendorf", erklärt Herrmann. "Deshalb bauen auch wir mit Satteldach und Gauben. Die Giebel sind mit Schiefer verkleidet. Das ist teurer als eine normale Bauweise, aber die Gebäude sollen sich ja in die Umgebung einfügen."

Insgesamt 24 Wohnungen geschaffen

Die Wohnungen selbst sind ebenfalls hochwertig ausgestattet. 4,5 Millionen Euro kostet das Haus. Gemeinsam mit dem schon fertiggestellten Wohnhaus mit elf Wohnungen hat die Genossenschaft rund acht Millionen Euro investiert. "Das ist für uns als kleine Wohnungsgenossenschaft eine große Summe. Das Projekt am Rossplatz ist das ambitionierteste Wohnungsbauprojekt in Ottendorf-Okrilla der letzten 20 Jahre", sagt Lutz Herrmann.

Das erste Gebäude am Rossplatz hatte die Genossenschaft 2018 fertiggestellt. Damals wurde auch das 60-jährige Jubiläum gefeiert. Am 4. Januar 1958 haben mehrere Ottendorfer im Kultursaal des damaligen Presswerks die Arbeiterwohnungsbau-Genossenschaft (AWG) Ottendorf-Okrilla ins Leben gerufen. 1990 wurde daraus die Wohnungsgenossenschaft. Die Gründung resultierte vor allem aus der herrschenden Wohnungsnot. (SZ/td)

Mehr Nachrichten aus Radeberg und dem Rödertal lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Radeberg