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Ottendorfer Kinder beziehen neues Schwalbennest

Im Ortsteil Hermsdorf ist ein besonders energiesparendes Gebäude entstanden. Die Zahl der Plätze hat sich gegenüber dem bisherigen Haus vervielfacht.

Der fünfjährige Kaleb probiert schonmal den Sandkasten aus. Er wird ab der kommenden Woche die neue Kita besuchen.
Der fünfjährige Kaleb probiert schonmal den Sandkasten aus. Er wird ab der kommenden Woche die neue Kita besuchen. © Sven Ellger

Ottendorf-Okrilla. Modern, hell und viel Platz zum Spielen: Im Ottendorfer Ortsteil Hermsdorf ist jetzt eine neue Kindertagesstätte fertiggestellt worden. Bürgermeister Rico Pfeiffer (parteilos) übergab den symbolischen Schlüssel an Grit Wehner, Vorsitzende des Vereins Startblock. Der Verein wird die Kita betreiben. "Wir freuen uns sehr, dass es jetzt so weit ist. Voraussichtlich ab Dienstag werden die Kinder in dem neuen Haus betreut."

In der neuen Kita in Ottendorf-Okrilla verfügen alle Gruppenräume über einen direkten Zugang zur Terrasse.
In der neuen Kita in Ottendorf-Okrilla verfügen alle Gruppenräume über einen direkten Zugang zur Terrasse. © Sven Ellger

Für Kinder und Erzieher ist es "nur" ein Umzug. Die Kita Schwalbennest war bis jetzt an der Kirchstraße untergebracht, das neue Gebäude steht an der Nordstraße. "Deshalb behalten wir auch unseren Namen bei." Die Vereinsvorsitzende schwärmt von den tollen Bedingungen im neuen Haus. "Die Räume sind viel größer als bisher. Sie verfügen beispielsweise über eine große Galerie, eine Hochebene, auf der sich die Kinder zum Spielen oder Lesen zurückziehen können." Auch auf besondere Wünsche des Vereins wurde eingegangen. So ist die Beleuchtung dimmbar. "In den Morgenstunden, wenn die Kinder noch etwas verschlafen sind, können wir das Licht etwas herunterregeln. Da muss es nicht ganz so gleißend sein."

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Gruppe für Krippenkinder eröffnet

Ebenfalls ein großer Vorteil: Alle Gruppenräume verfügen über einen direkten Zugang zur Terrasse und damit zum großen Freigelände. Außerdem sind immer zwei Gruppenräume durch eine Tür miteinander verbunden. "So können wir besser reagieren, wenn eine Erzieherin wegen Urlaub oder Krankheit ausfällt." Auch der Spielplatz ist mit zahlreichen Geräten großzügig gestaltet. Unter anderem gibt es mehrere Bereiche, in denen die Kinder ausgiebig mit Wasser matschen können.

Knapp drei Millionen Euro wurden in die Kita investiert. Den Löwenanteil steuerte mit mehr als zwei Millionen Euro die Gemeinde bei. Entstanden ist ein Gebäude mit moderner Technik in Passivhaus-Bauweise. Durch eine spezielle Lüftungsanlage und eine starke Dämmung der Wände und der Fenster wird auch im Winter nur sehr wenig Energie benötigt. Auf dem Dach befindet sich eine Photovoltaikanlage. 15 Monate dauerte die Bauzeit. "Wir sind froh, dass die Arbeiten trotz Corona-Pandemie und den bekannten Engpässen bei einigen Baustoffen wie geplant beendet werden konnten", sagt Katrin Hoyer, Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung.

Der Neubau wurde notwendig, da das bisherige Gebäude zu eng wurde. "Im alten Haus hatten wir 20 Plätze, jetzt sind es deutlich mehr. Die Kapazität kann bis auf rund 70 Mädchen und Jungen erweitert werden. Jetzt können wir auch Krippenkinder aufnehmen. Eine Gruppe wurde schon gebildet", sagt Grit Wehner. Aus Sicht der Gemeinde war der Neubau dringend notwendig. "Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen ist in der gesamten Gemeinde groß. Es gibt viel Zuzug von Familien nach Ottendorf."

Der Verein Startblock aus Dresden betreibt seit sechs Jahren das Schwalbennest. Die ersten Ideen zur Gründung dieser Kita reichen bereits elf Jahre zurück. "Damals haben wir mit der Maßgabe begonnen, die Kita zu vergrößern, sobald sich eine Möglichkeit dazu bietet. Jetzt ist das umgesetzt worden. Darüber freuen wir uns sehr." Der Verein betreibt in Dresden-Pieschen eine zweite Kita mit rund 100 Plätzen. Betreut werden die Kinder nach einem musischen Konzept und nach christlichen Grundsätzen.

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