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Gute-Laune-Musik trotz Corona

Der Radeberger Produzent Alex Blue will auch während des Lockdowns arbeiten. In seinem Lieblingsstudio in Spanien ist das allerdings nicht möglich.

Alex Blue, alias Alexander Bormann, kann derzeit nicht wie geplant im Studio auf Mallorca arbeiten. Musik machen will er trotzdem.
Alex Blue, alias Alexander Bormann, kann derzeit nicht wie geplant im Studio auf Mallorca arbeiten. Musik machen will er trotzdem. © privat

Radeberg. Geschlossene Hotels, immer mehr Risikogebiete, kaum noch Flüge: Beim Produzenten und Sänger Alex Blue, alias Alexander Bormann, ist derzeit alles anders, als er das noch vor einigen Monaten geplant hatte. „Normalerweise wäre ich jetzt im Studio auf Mallorca, um dort meine Platte fertigzustellen. Aber daraus wird nichts“, erzählt der Musiker aus Radeberg. „Spanien ist ja noch stärker von Einschränkungen betroffen. Ich würde vielleicht noch hinkommen. Doch dort ist vieles geschlossen. Nach meiner Rückkehr müsste ich in Quarantäne und mit mir vermutlich meine ganze Familie. Das kann ich ihnen nicht antun.“

Doch nur warten, bis die Einschränkungen wieder gelockert werden, will Alex Blue auch nicht. „Ich werde jetzt gemeinsam mit meinem Co-Produzenten Enrico Cibulka hier in Deutschland einen Song produzieren. Er betreibt in Lauchhammer ein Aufnahmestudio. Dorthin können wir uns zurückziehen“, sagt Alex Blue. Erste Ideen für das neue Stück gibt es bereits. „So wird der Chor ,Systems in Blue‘ zu hören sein, der ja von den Hits von Modern Talking bekannt ist. Auch das Video dazu könnte in Deutschland entstehen. Wenn alles klappt, können wir es im Frühjahr veröffentlichen.“

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Den geplanten Song „Lucky Guy“, welcher für eine Schallplatte bereits 2019 auf Mallorca im Studio „Team 33“ aufgenommen wurde, noch vor Weihnachten herauszubringen, hält Alex Blue nicht für angebracht. „Die Musik würde einfach nicht in die Zeit passen. Es geht um gute Laune, Feiern, mit Freunden zusammen sein. Das alles ist ja momentan nicht so angesagt.“ 

Der Radeberger hofft, dass sich im Frühjahr die Lage wieder normalisiert und dann auch wieder seine Aufnahmen gefragt sind. „Es geht ja auch darum, Geld zu verdienen. Dieses Jahr habe ich schon abgehakt. 2021 muss wieder besser werden.“

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Er kennt etliche Kollegen aus der Unterhaltungsbranche, die sehr unter der Situation leiden. „Sie haben keine Auftritte und keine Einnahmen. Das ist schon sehr hart. Wir hoffen alle, dass wir schnell wieder zur Normalität zurückkehren können“, sagt der Radeberger. 

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Alex Blue macht seit 2002 Musik. Damals begann er, Songs zu produzieren. Zuvor hatte er als DJ hinter dem Mischpult gestanden, genau wie sein Vater. Der nahm ihn schon in frühester Kindheit mit. Schon mit zwölf stand Alexander Bormann auf der Bühne. In den Jahren, in denen er an eigenen Titeln tüftelt, hat er das große Geld noch nicht verdient, sagt er über seine Arbeit. Die höchsten Zugriffzahlen auf seine Songs erzielt er in Osteuropa, aber auch in Südamerika. Dass dieser Stil auch wieder in Europa einschlägt, davon ist Alex Blue überzeugt. (SZ/td)

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