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Schule in Liegau wochenlang ohne Internet

Die Kinder der Grundschule Liegau-Augustusbad müssen seit Anfang Dezember auf den Netzanschluss verzichten. Jetzt gibt es eine Lösung.

In der Grundschule in Liegau-Augustusbad gab es seit Umstellung auf Glasfaserkabel wochenlang kein Internet mehr.
In der Grundschule in Liegau-Augustusbad gab es seit Umstellung auf Glasfaserkabel wochenlang kein Internet mehr. © Archivfoto: Thorsten Eckert

Liegau-Augustusbad. Mails an Schüler und Lehrer, der Klassenchat und natürlich Lernaufgaben – nichts geht in Zeiten des Schul-Lockdowns ohne Internet. Gerade jetzt muss aber eine komplette Schule ohne Anschluss auskommen. „Seit Anfang Dezember kommen wir nicht mehr ins Internet“, sagt Alexandra Baumgärtel, Leiterin der Grundschule Liegau-Augustusbad. „Das ist besonders für die Schüler ärgerlich, die wir in der Notbetreuung im Haus haben. Arbeiten am Rechner ist nicht möglich, weil das WLAN nicht funktioniert.“

Begonnen hat alles im vergangenen Jahr. Da in Liegau derzeit Glasfaseranschlüsse verlegt werden, wollte die Schule auch an das schnelle Datennetz. Bis dahin waren sie über Kupferkabel mit dem Internet verbunden. „Zunächst klappte auch alles, die neuen Kabel wurden verlegt und angeschlossen“, erzählt die Schulleiterin.

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Doch als von Kupfer auf Glasfaser umgeschaltet wurde, tat sich nichts mehr auf den Bildschirmen. „Uns wurde gesagt, dass das Signal nicht anliegt.“ Seitdem telefonierte Alexandra Baumgärtel mehrmals mit der Hotline der Telekom und schrieb zahlreiche E-Mails. „Telekom-Mitarbeiter sagten mir, die beauftragte Installationsfirma sei Schuld, die wies das zurück. Dann hörte ich immer wieder: Wir kümmern uns drum. Doch nichts passierte.“

Lehrer schalteten Videokonferenzen von zu Hause aus

Lehrer und die Schulleiterin wichen in dieser Zeit auf den heimischen Computer aus. „Wir haben dann von zu Hause aus mit den Schülern kommuniziert. Aber alle Kinder, die bei uns in der Schule betreut wurden, konnten daran nicht teilnehmen.“

Inzwischen ist der Fehler offenbar gefunden. „Er wurde in den vergangenen Wochen behoben“, teilt Telekom-Mitarbeiterin Leonie Brinkmann mit. Woran es genau lag, sagte sie nicht. Jetzt könne der Anschluss ans Netz gehen. „Ich will aber nicht verhehlen, dass wir auch aufgrund eines internen Systemfehlers und Versäumnissen auf unserer Seite Zeit verloren haben“, so die Mitarbeiterin.

Die Schule erhält einen Glasfaseranschluss „Fiber 250“, mit dem künftig mit einer Geschwindigkeit von 250 Mbits gesurft werden kann. Alexandra Baumgärtel bestätigt, dass am Freitag ein Servicemitarbeiter in der Schule war und den Anschluss in Betrieb genommen hat. „Am Dienstag werden wir das WLAN freischalten. Dann können unsere Kinder ab Mittwoch wieder Mails schreiben oder an unseren Video-Konferenzen teilnehmen.“

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