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Tempo-30-Zone vor Arnsdorfer Grundschule

Auf der Stolpener Straße in Arnsdorf wird die Geschwindigkeit reduziert. Die Regelung könnte schon in den nächsten Wochen umgesetzt werden.

Sie haben sich für die Tempo-30-Zone eingesetzt: (v.l.n.r.) Dagmar Duttge, Mandy Hauswald, Ilko Keßler, Marcus Fuchs, Lutz-Peter Petzold und Jörg Gruner.
Sie haben sich für die Tempo-30-Zone eingesetzt: (v.l.n.r.) Dagmar Duttge, Mandy Hauswald, Ilko Keßler, Marcus Fuchs, Lutz-Peter Petzold und Jörg Gruner. © Archivfoto: Sven Ellger

Arnsdorf. Lange haben Eltern für eine Tempo-30-Zone in Arnsdorf gekämpft. Jetzt sind sie am Ziel. Vor der Grundschule wird die Geschwindigkeit reduziert. Das Landratsamt Bautzen hat eine entsprechende Anordnung erlassen. Die Zone gilt auf der Stolpener Straße von der Schule bis etwa in Höhe des Besucherparkplatzes des Krankenhauses. Tempo 30 ist auf den Zeitraum von 6 bis 18 Uhr beschränkt. Außerhalb dieser Zeit gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde.

Für das Projekt hatten sich zahlreiche Arnsdorfer eingesetzt, unter anderem der Elternrat der Grundschule, das Krankenhaus, der Arnsdorfer Fußballverein und der ACE Auto Club Europa. Letzterer zählte an zwei unterschiedlichen Tagen das Verkehrsaufkommen an der Stelle. „787 Fahrzeuge in der Stunde bedeuten alle fünf Sekunden ein Auto. Diese Verkehrszahlen lassen in Spitzenzeiten eine sichere Straßenquerung vor dem Krankenhaus, dem Sportplatz oder zwischen den beiden Einkaufsmärkten kaum zu“, sagt Ilko Keßler, ACE Vorsitzender Ostsachsen. 

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Tempo-30-Zone nun auch ohne Unfallschwerpunkt

Zunächst hatte das Landratsamt die Geschwindigkeitsbegrenzung nur im Bereich des Krankenhauses genehmigt. Nach einer erneuten Verkehrsschau wurde dann die Tempo 30-Zone bis vor die Schule verlängert. Nach Angabe von Andreas Becht vom ACE könnte es mit der Umsetzung jetzt sehr schnell gehen. „Mündlich wurde zugesagt, dass noch im November die Schilder stehen werden“, sagt er.

Die Initiatoren hatten auf einen neueren Beschluss des Bundesrates verwiesen, wonach Tempo-30-Zonen vor sozialen Einrichtungen wie Schulen, Seniorenheimen oder Krankenhäusern eingerichtet werden können, um schwächere Verkehrsteilnehmer zu schützen. Bisher musste ein Unfallschwerpunkt oder eine dringende Gefährdung der Verkehrsteilnehmer bestehen. 

Neben den Grundschülern sind in dem Bereich Mitarbeiter und Patienten des Arnsdorfer Krankenhauses vom starken Autoverkehr betroffen. Mehrere Krankenhauszugänge befinden sich an dem Straßenabschnitt. Rund 400 Patienten werden hier von rund 700 Mitarbeitern betreut.

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