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Überraschungen im Radeberger Untergrund

Die Arbeiten an der Dauerbaustelle Stolpener Straße in Radeberg haben länger gedauert als gedacht. Warum es sich verzögert hat.

Ende in Sicht: Die Dauerbaustelle in der Stolpener Straße geht bis Juni 2021.
Ende in Sicht: Die Dauerbaustelle in der Stolpener Straße geht bis Juni 2021. © René Meinig

Radeberg. Wer in dieser Zeit im Homeoffice arbeitet, hat möglicherweise festgestellt: Man ist nicht nur näher am familiären Alltag, sondern bekommt auch das Geschehen außerhalb der eigenen vier Wände intensiv mit. Intensiver als einem mitunter lieb ist.

So gesehen, dürften sich wohl vergangenen Sommer die Anwohner der Stolpener Straße in Radeberg häufiger nach den guten alten Zeiten vor Corona zurückgesehnt haben. Als man noch im Büro arbeitete, wo zwar vielleicht der ein oder andere Kollege nervte, man aber in der Regel von akustischen Belästigungen wie etwa Baulärm verschont blieb.

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Nachdem im August des vergangenen Jahres die Stolpener Straße von der Einmündung Kleinwolsmdorfer Straße bis zum Ortsausgang wegen Sanierungsarbeiten komplett gesperrt wurde, hatten sich etliche Anwohner gefragt, warum die Stadt für dieses Projekt einen so ausgedehnten Zeitrahmen von neun Monaten eingeplant hatte.

Sollten doch in diesem Abschnitt der Straße nur defekte Abwasserrohre ersetzt werden. Aber weil man bei der Stadtverwaltung bei diesem Vorhaben gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen wollte, „fanden wir, dass wir die Gelegenheit nutzen sollten, um weitere Arbeiten dort durchführen zu können“, so Stadtsprecher Jürgen Wähnert.

Damit meinte er nicht nur die Erneuerung des Abwassersystems, sondern auch die Fertigstellung einer neuen Straßendecke und all das, was mit einer solchen Sanierung zusammenhängt. So sollten etwa Schächte und Garageneinfahrten an die Straßenhöhe angepasst werden. Und das ein neuer Straßenbelag ein absolutes Muss ist, darüber waren sich die Verantwortlichen ohnedies schon lange einig gewesen.

Bis Ende April 2021 waren die Bauarbeiten eigentlich geplant

Denn die Asphaltdecke der Stolpener Straße hatte in in den vergangenen Jahren mächtig gelitten: Sie wies zahlreiche Dellen und Spurrillen auf. Natürlich sei diese Straßensperrung in den vergangenen Monaten auch mit Einschränkungen für die Bewohner verbunden gewesen, räumt Wähnert ein. Es sei oft nicht einfach für die Anlieger gewesen, zu ihren Grundstücken vorzudringen. Das hatte hier und da für temporäre Verstimmung gesorgt.

Aber, so Wähnert, man lege ja bei der Stadtverwaltung großen Wert darauf, in solchen Fällen mit den Betroffenen „im Gespräch zu bleiben“. Folglich habe man in Absprache mit den beteiligten Baufirmen zumeist „zufriedenstellende Lösungen für alle Beteiligten“ finden können.

Anfang Januar dieses Jahres ging es in die finale Phase des Sanierungsprojektes: Der dritte Bauabschnitt startete und der Asphalt wurde bis zum Ortsausgang in Richtung Arnsdorf abgefräst. So weit, so gut. Doch dann „hat es ja leider ein bisschen Winter gegeben“, wie Wähnert den heftigen Schneeeinbruch im Februar beschreibt. Da waren die Bauarbeiten an der Stolpener Straße ins Stocken, um nicht zu sagen, zeitweise zum Erliegen gekommen.

Damit aber nicht genug. Auch im Untergrund der Straße lauerte eine Überraschung: „Die Arbeiter sind auf Felsen gestoßen, damit hatten wir gar nicht gerechnet.“ Deshalb verzögerten sich die Arbeiten erneut.

Homeoffice ohne Baulärm steht kurz bevor

Aber wenn alles gut läuft, und davon ist Stadtsprecher Jürgen Wähnert überzeugt, wird die Sanierung der früheren Huckelpiste Radebergs Ende Juni abgeschlossen sein. Und auch die veranschlagten Kosten von einer Viertel Million Euro würden ungeachtet der Verzögerungen nur unwesentlich höher ausfallen.

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Das wird sicher viele der werktätigen Anwohner freuen, die sich in diesem Sommer dann wieder ganz auf die Erfordernisse konzentrieren können, die so ein Homeoffice-Dasein mit sich bringt.

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