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Das sind die Baupläne für die neue Oberschule Arnsdorf

In den Sommerferien beginnt der Abriss des alten DDR-Schulgebäudes an der Stolpener Straße in Arnsdorf. Baustart für den neuen Schulkomplex ist im Herbst. Schon jetzt laufen dafür die Vorbereitungen.

Von Siri Rokosch
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Hier an der Stolpener Straße 51 in Arnsdorf soll der neue Schulcampus
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Hier an der Stolpener Straße 51 in Arnsdorf soll der neue Schulcampus entstehen. © Marion Doering

Arnsdorf. An der Stolpener Straße 51 in Arnsdorf laufen die Vorbereitungen für den Abriss des alten DDR-Mittelschulgebäudes. Dieser ist für die kommenden Sommerferien geplant. Das Gelände war am 1. Januar dieses Jahres in den Besitz des Landkreises Bautzen übergegangen, er wird künftig auch Schulträger der Oberschule Arnsdorf sein. Das ist der genaue Zeitplan.

Was wird derzeit auf dem Gelände gemacht?

Auf dem Gelände, wo sich derzeit noch der Plattenbau befindet, entsteht ein großer Schulcampus für zwölf Klassen. Es werden insgesamt zwölf Klassenräume gebaut, elf Fachkabinette, vier Mehrzweckräume, ein GTA-Zimmer, eine Bibliothek sowie mehrere Technikräume und ein Verwaltungsbereich, teilt das Landratsamt mit.

Momentan werden alle Hausanschlüsse getrennt und stillgelegt. Das sei vor dem Abriss der alten Schule nötig, ebenso wie das Trennen und Stilllegen der Heizungsleitungen, der Strom- und Datenkabel der Grundschule und der alten Sporthalle. Das betreffe zudem die Stromkabel der Flutlichtanlage vom Sportplatz, welche umverlegt werden, sagt Mandy Noack von der Pressestelle des Landratsamtes Bautzen. Außerdem ist die Umsiedlung einiger Fledermäuse geplant, die es sich in dem Gebäude wohnlich eingerichtet haben.

Erst kurz vor dem Abriss des Hauses soll das Grundstück auf rund 200 Metern eingezäunt werden, so das Landratsamt. "Bisher wurden nur die Bauarbeiten örtlich abgesperrt. Eine Abstimmung mit der Grundschule erfolgte und wird vom Hausmeister der Grundschule begleitet", sagt Mandy Noack.

Was passiert während der Sommerferien und danach?

In den Sommerferien, die in Sachsen in diesem Jahr vom 10. Juli bis zum 18. August gehen, soll die Entkernung des Altbaus starten. Diese soll bis zum Ende der Ferien abgeschlossen sein. Laut der Pläne des Landratsamtes wird danach vom 21. August an bis zum 15. September die "Niederlegung" , also der Abriss erfolgen. Der Abtransport der alten Baumaterialien erfolge bis Mitte Oktober, danach soll der Baugrubenaushub in der erforderlichen Länge und Breite am 23. Oktober starten. Der Rohbau soll voraussichtlich Mitte November beginnen.

So soll der neue Schulcampus 2026 aussehen.
So soll der neue Schulcampus 2026 aussehen. © Bauplanung Bautzen GmbH

Neben der neuen Oberschule Arnsdorf wird auch eine Einfeld-Turnhalle gebaut. Die bislang geplanten Baukosten für das Projekt waren Ende letzten Jahres um rund zehn Millionen Euro gestiegen. Die ursprünglich geplanten Kosten in Höhe von 14,9 Millionen Euro sind nun um 52,8 Prozent auf 23,65 Millionen Euro angewachsen.

Das gesamte neue Schul-Campus-Gelände soll im Juli 2026 nach dem Probebetrieb die Schüler der neuen Klassen "Oberschule Arnsdorf" aufnehmen. Dafür läuft bereits die sogenannte "Vorgründung". Die künftigen Schüler der Oberschule Arnsdorf haben momentan und bis zur Fertigstellung des Neubaus ihre eigene Klasse mit dem Namen "Oberschule Arnsdorf" in der Oberschule an der Rathausstraße in Großröhrsdorf. Laut dem sächsischen Schulgesetz ist für die Gründung eine Zweizügigkeit mit mindestens 20 Kindern pro Klasse nötig. Damit diese Schülerzahl auch erreicht wird, sind jetzt eigens dafür die Arnsdorfer Klassen im Großröhrsdorfer Schulgebäude untergebracht und werden vollständig in den Neubau nach Arnsdorf umziehen.

Gibt es Einschränkungen für die benachbarten Grundschüler?

Die benachbarten Grundschüler seien von den Arbeiten nicht stark betroffen, sagt Bürgermeister Frank Eisold (parteilos) auf Anfrage. "2018 war bereits die neue Turnhalle für unsere Grundschule gebaut worden. Dort findet der Schulsport der Grundschüler statt und nachmittags steht die Halle auch für den Vereinssport zur Verfügung", so Eisold. Die alte Turnhalle sei bereits stillgelegt worden und diente zuletzt als Lager.

"Es wird wohl kleine Einschränkung auf dem Außengelände geben", erklärt der Bürgermeister. Dieses Gelände werde sich während der Bauarbeiten um ein paar Quadratmeter verringern. Die Außenflächen seien aber ausreichend groß zum Spielen. Während des Neubaus der Oberschule müssen die Kinder der Grundschule allerdings mit einem gewissen Baulärm rechnen, sonst gebe es aber keine Einschränkungen, sagt Eisold.