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Märchennacht mit dem Zauberer von Oz

In Wallroda schlägt am Freitag die Stunde der Vorleser. Geboten werden Grimm’sche Märchen genauso wie Harry Potter. Wie eine Bäckerin dafür zur Headhunterin wird.

Anke Schutzeichel hat die Märchennacht in Wallroda ins Leben gerufen. Sie und die Vorleser sind an dem Abend fantasievoll verkleidet.
Anke Schutzeichel hat die Märchennacht in Wallroda ins Leben gerufen. Sie und die Vorleser sind an dem Abend fantasievoll verkleidet. © Rainer Könen

Wallroda. Im kulturellen Leben des kleinen Arnsdorfer Ortsteils Wallroda ist sie nicht mehr wegzudenken. Und auch für etliche Dresdner ist dieses Event eines, das gerade Familien großen Spaß macht. Einmal im Jahr, am letzten Septemberwochenende, schlägt in Wallroda die Stunde der Vorleser, findet in dem Ort die Märchennacht statt. Verwandeln sich in dem kleinen Ort Häuser, Höfe und Scheunen in Erzähl-Inseln, wo Kinder wie auch Erwachsene in Fantasiewelten eintauchen können. Da ist von Kürbis-Kutschen die Rede, von wachgeküssten Prinzessinnen, vom Aschenputtel oder vom Zauberer von Oz.

Am Freitag, 25. September, ist es wieder so weit, dann kann gemeinsam geträumt werden, wie das die Organisatorin Anke Schutzeichel beschreibt, die zu dieser traditionellen Märchennacht einlädt.

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Zum zehnten Mal richtet die 52-jährige Bäckerin diese in der Region mittlerweile weithin bekannte Märchennacht in ihrem Heimatort aus. Das Erfolgsrezept der Veranstaltung: In der Ortschaft Wallroda gibt es ein Dutzend Stationen, wo man einen kleinen Halt einlegen kann, um den Mitwirkenden zuzuhören, die für rund zehn Minuten ein Märchen vorlesen, erzählen oder vorspielen. 

An manchen Stationen können die teilnehmenden Kinder selbst aktiv werden. Improvisation werde an einem solchen Abend ganz groß geschrieben, darauf weist Anke Schutzeichel hin. Vorgelesen werden nicht nur Grimm’sche Märchen, sondern auch zeitgenössische Kindererzählungen. Auch gibt es Geschichten von Harry Potter.

Auftakt im Pfarrhof Wallroda

In diesem Jahr ist wegen Corona natürlich einiges anders als in den vergangenen Jahren. Wenn die rund zweieinhalbstündige Veranstaltung auf dem Wallrodaer Pfarrhof eröffnet wird, sich die Besucher auf den Weg durch den Ort begeben, um an die Stationen zu kommen, brauche man keine Maske tragen, so Anke Schutzeichel. An den Stationen jedoch, gleich, ob die nun im Freien oder in einem Haus seien, müsse man einen Mundschutz tragen. 

Anke Schutzeichel hatte die Märchennacht vor zehn Jahren ins Leben gerufen. Zum einen, um das kulturelle Leben ihres Heimatortes etwas zu beleben, zum anderen weil sie Märchen überaus mag und, was auch nicht ganz unwichtig ist, "weil die selbst in der heutigen Zeit eine besondere Magie haben", wie sie das beschreibt. 

Viele der Vorleser sind Freunde und Bekannte, manchmal agiere sie sogar als eine Art "Headhunter der Märchennacht", wie sie lachend schildert. Komme immer wieder mal vor, dass sie wildfremde Menschen, die aus ihrer Sicht optisch und stimmlich gut zur Märchennacht passen, anspricht, sie zum Mitmachen, sprich Vorlesen, einlädt. Die Mitwirkenden sind an diesem Abend kostümiert, lassen so die Märchenfiguren lebendiger erscheinen.

Eintritt verlangt Anke Schutzeichel, die seit einigen Jahren im Schönfelder Hochland das Windmüllerhaus in Zaschendorf betreibt, nicht. Über kleine Spenden freut sie sich aber. Diese kommen dann karitativen Einrichtungen zugute. Wer an der diesjährigen Märchennacht teilnehmen möchte, sollte am Freitag, 25. September, um 19 Uhr am Pfarrhof in Wallroda sein. Und klar, fürs leibliche Wohl ist an diesem Abend natürlich gesorgt.

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