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Neues Café in Ottendorf erst im neuen Jahr fertig

Wegen des Baustoffmangels kann das Café nicht wie geplant vor Weihnachten öffnen. Das nächste Bauprojekt plant der Mühlenbäcker jedoch bereits.

An der Frankenfurt in Ottendorf entsteht ein modernes Gebäude. Die Fassade besteht zu großen Teilen aus Glas.
An der Frankenfurt in Ottendorf entsteht ein modernes Gebäude. Die Fassade besteht zu großen Teilen aus Glas. © Ottendorfer mühlenbäcker

Ottendorf-Okrilla. Der nächste Abschnitt ist geschafft: Am neuen Café des Ottendorfer Mühlenbäckers kann Richtfest gefeiert werden. „Das Gebäude steht, die verschiedenen Ebenen sind im Haus eingezogen. Als Nächstes wird das Dach eingedeckt. Jetzt ist schon gut erkennbar, wie alles einmal aussehen wird“, sagt Robert Meyer, einer der beiden Geschäftsführer. Keine leichte Sache sei es gewesen, diese Etappe zu schaffen, fügt Volker Beduhn, zweiter Chef des Mühlenbäckers hinzu. „Angesichts der Umstände sind wir gut vorangekommen. Bekanntlich sind ja derzeit Baumaterialien knapp. Da war schon ein erhöhter Aufwand notwendig.“

Richtfest am Mühlencafé: Die Geschäftsführer der Mühlenbäckerei, Robert Meyer (li.) und Volker Beduhn, bereiten schon einmal die Krone vor.
Richtfest am Mühlencafé: Die Geschäftsführer der Mühlenbäckerei, Robert Meyer (li.) und Volker Beduhn, bereiten schon einmal die Krone vor. © Marion Doering

Robert Meyer hofft, dass die nächsten Schritte wie geplant erledigt werden können. „Nach den Dachdeckerarbeiten wird die große Glasfassade montiert. Wir rechnen damit, dass das Ende Oktober oder im November passieren wird. Dann ist das Haus auch geschlossen und über den Winter können die Innenarbeiten erfolgen.“ Klar ist damit, dass es eine Fertigstellung noch vor Weihnachten nicht geben wird. „Das war unser ursprüngliches Ziel. Unser Wunsch war es, das Café zum Stollenfest einzuweihen. Das ist aber leider nicht mehr zu schaffen. Wir peilen jetzt eine Eröffnung im ersten Quartal 2022 an.“ Wegen der vielen Unwägbarkeiten wie Baustoffmangel, möglichen Auswirkungen des Winters und der Corona-Entwicklung soll kein genaues Datum genannt werden. „Schön wäre eine Fertigstellung noch vor Ostern“, sagt Volker Beduhn.

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Wie hoch die Summe ist, die der Ottendorfer Mühlenbäcker in den Neubau investiert, wollen die Geschäftsführer nicht verraten. Zuletzt hatte er von einer siebenstelligen Summe gesprochen. Nach den Vorstellungen der Architekten entsteht ein modernes Gebäude mit großen Fenstern und viel Holz. Im Haus wird es vier Ebenen geben. Es handelt sich um „halbe“ Etagen, die mit kleinen Treppen verbunden sind. Gründe für diese besondere Bauweise ist einerseits die Hanglage des Hauses, außerdem schaffen die halben Etagen einen sehr interessanten und modernen Innenraum.

Das Café wird innen 80 Sitzplätze haben. Die gleiche Anzahl soll es auf der Terrasse geben, die ebenfalls auf mehreren Ebenen angeordnet ist. Ursprünglich hatten die Planer draußen mit 120 Plätzen gerechnet. Wegen der Erfahrungen in der Corona-Zeit werden die Tische und Stühle jetzt mit etwas größerem Abstand aufgestellt. In das Haus wird die zentrale Verkaufsstelle des Mühlenbäckers einziehen und eben das Café.

Es wird einen separaten Bereich geben, in dem Familien Geburtstage feiern oder Firmenjubiläen stattfinden können. Im Keller wird das neue Stollenlager eingerichtet. Das Bisherige war bei den Vorbereitungen für den Neubau abgerissen worden. Rund 500 Quadratmeter stehen in dem neuen Gebäude zur Verfügung, knapp 400 davon für die Gäste. Schon jetzt werden Mitarbeiter gesucht. „Fünf neue Stellen entstehen. Servicemitarbeiter oder Verkäufer können sich bewerben.“

Eine Herausforderung wartet draußen auf die Bauleute. Hier werden ebenfalls unterschiedliche Ebenen für die gestufte Terrasse angelegt. Außerdem wird ein großer Spielplatz errichtet. Noch ist hier eine ebene Fläche zu sehen. Unklar ist noch, was aus dem jetzigen Mühlencafé im bestehenden Gebäude nebenan wird. „Hier haben wir auch unsere Mitarbeiter gebeten, Ideen zu entwickeln. Entschieden ist noch nichts“, sagt Robert Meyer.

Das Café entsteht An der Frankenfurt, an einer der idyllischsten Ecken von Ottendorf-Okrilla. Vor dem Haus befindet sich ein kleiner Teich, dahinter fließt die Große Röder. „Wir hoffen natürlich, dass besonders an den Wochenenden auch viele Ausflügler zu uns kommen. Von hier aus sind ausgedehnte Spaziergänge bis in die Lausnitzer Heide möglich.“

Auch wenn der Neubau des Cafés noch läuft, die beiden Mühlenbäcker-Chefs haben schon das nächste Bauprojekt im Blick. „Wir werden die Backstube etwas erweitern und die Abläufe darin optimieren“, sagt Robert Meyer. „Ein Grund ist unser erweitertes Sortiment. Das Mittagsangebot ist ständig gewachsen. Die Mitarbeiter brauchen mehr Platz.“ Die Arbeiten sollen nach der Fertigstellung des Cafés beginnen.

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