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Neues Wohngebiet in Radebergs Innenstadt

An der Pulsnitzer Straße sollen Dutzende Wohnungen entstehen. Investor und Stadt haben sich jetzt in einem wichtigen Punkt geeinigt.

So könnte das neue Wohngebäude an der Pulsnitzer Straße in Radeberg aussehen. Es ist U-förmig angelegt und umgibt einen grünen Innenhof. Früher befand sich unter anderem die Firma Polypack auf dem Gelände.
So könnte das neue Wohngebäude an der Pulsnitzer Straße in Radeberg aussehen. Es ist U-förmig angelegt und umgibt einen grünen Innenhof. Früher befand sich unter anderem die Firma Polypack auf dem Gelände. © TBP Generalplaner

Radeberg. In Radeberg gibt es inzwischen fast an jeder Ecke ein neues Wohngebiet: an der Langbeinstraße, der Badstraße, an der Otto-Bauer-Straße - und das sind nur die im unmittelbaren Stadtzentrum. Jetzt könnte in der Innenstadt ein weiteres Wohnprojekt hinzukommen.

An der Kreuzung Pulsnitzer Straße/An den Leithen ist ein modernes mehrstöckiges Wohnhaus geplant. Das Areal am Mühlgraben war jahrzehntelang eine Gewerbefläche. Zuletzt waren hier die Firma Polypack und das Reisfaserwerk angesiedelt.

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Ein Investor aus Düsseldorf will moderne Wohnungen errichten. Nach dem vorliegenden Entwurf könnte ein mehrstöckiges Gebäude mit Balkonen entstehen, das sich an der Pulsnitzer Straße hinzieht und mit zwei Flügeln ein U-förmiges Gebäude bildet. Der Innenhof ist zur Großen Röder hin geöffnet. Es soll viel Grün geben, ein kleiner Teich und ein Bachlauf sind geplant. Das Projekt ist bereits seit einigen Jahren im Gespräch. Es gab strittige Punkte, jetzt haben sich Stadt und Investor geeinigt. Unklar war, wie die Zufahrt zu dem Wohnkomplex erfolgen soll.

Zufahrt ins Wohngebiet geregelt

Ein Gutachter hatte sich die Örtlichkeiten angesehen und zwei Varianten vorgeschlagen. Variante eins: Die Zufahrt könnte über eine neue Einmündung in der Kurve am Beginn der August-Bebel-Straße erfolgen. Hier müsste die Straße verbreitert werden, um für die Bewohner des neuen Hauses eine Linksabbieger-Spur einzurichten.

Zweite Variante wäre die Einmündung an der Straße An den Leithen, schräg gegenüber der Dr.-Külz-Straße. Nach den Angaben des Gutachters wären hier die Bauarbeiten aufwendiger. Es müsste eine Ampelanlage installiert werden und Abbiegespuren in die Külzstraße und in das neue Wohngebiet eingerichtet werden.

Nach Berechnungen der Gutachter würde Variante zwei rund 800.000 Euro kosten, Variante eins 200.000 Euro. Da die Sicherheit bei beiden Varianten als ähnlich gut eingeschätzt wurde, schlug der Gutachter Variante eins vor.

Darauf haben sich jetzt auch Investor und Stadt geeinigt. „Die Hauptzufahrt erfolgt über eine Grundstückszufahrt an der Pulsnitzer Straße/August-Bebel-Straße. Dazu ist eine Linksabbiegespur einzurichten. Zusätzliche Zufahrtsmöglichkeit besteht über die Straße „An den Leithen“, heißt es in dem jetzt vereinbarten Vertrag. Dem muss allerdings noch der Stadtrat zustimmen. Auf der nächsten Sitzung am 30. März steht es auf der Tagesordnung.

Tiefgarage soll entstehen

Weiterhin ist vorgesehen, dass eine Tiefgarage mit ausreichend Stellplätzen errichtet wird. Zum Schutz der Bewohner vor Straßenlärm soll es weitreichende Vorkehrungen geben. Balkone, Loggien oder Terrassen der Wohnungen müssen an der straßenabgewandten Seite angeordnet oder mit lärmschützender Verglasung ausgestattet werden. Schlafräume müssen ebenfalls an der von der Pulsnitzer Straße abgewandten Seite angeordnet werden. Ist das nicht möglich, so müssen diese Zimmer mit einer schallgedämmten Belüftung ausgestattet werden. Wann die Arbeiten auf dem Areal beginnen, ist noch unklar.

In Radeberg ist es in den vergangenen Monaten zu einem Bauboom gekommen und die Bauherren berichten, dass die Wohnungen stark nachgefragt sind. So gab es im neuen Komplex an der Otto-Bauer-Straße schon lange vor der Fertigstellung Nachfragen und Reservierungen. Erste Mietverträge wurden unterschrieben, bevor auch nur eine Werbeanzeige geschaltet wurde.

Auch der Mietpreis schreckte offenbar niemanden ab. Neun Euro pro Quadratmeter Kaltmiete und mehr werden an der Otto-Bauer-Straße verlangt. Laut dem Radeberger Immobilienfachmann Harald Grüninger ist das jedoch im Verhältnis zu Preisen in Dresden noch moderat, wo für Neubauten mit dieser Ausstattung ab 14 Euro pro Quadratmeter verlangt werden.

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