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Parks in Radeberg mit neuem Namen

Einwohner hatten für die Areale an der Großen Röder mehrere Vorschläge gemacht. Jetzt wurde einer davon ausgewählt.

Im vergangenen Jahr wurde der Park an der August-Bebel-Straße durch den stellvertretenden Bürgermeister Detlev Dauphin (Freie Wähler, M.) und weitere Beteiligte eingeweiht.
Im vergangenen Jahr wurde der Park an der August-Bebel-Straße durch den stellvertretenden Bürgermeister Detlev Dauphin (Freie Wähler, M.) und weitere Beteiligte eingeweiht. © Archivfoto: Matthias Schumann

Radeberg. Die Arbeitsgruppe Grünes Radeberg hatte dazu aufgerufen, ihre Namensvorschläge für die Parkanlagen an der Großen Röder am Kaiserhof und an der ehemaligen Verlegervilla einzureichen. 

Zahlreiche Radeberger haben sich beteiligt und ganz unterschiedliche Vorschläge eingereicht. Kaiserpark wurde ebenso genannt wie Langbeinpark oder Quantzgarten. Außerdem gab es den Vorschlag, das Areal nach Charlotte Freche und Joseph Paulin Michel zu benennen. 

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Die beiden wurden an der Stelle durch die Nazis ermordet. Schüler des Humboldt-Gymnasiums hatten die Vorkommnisse von damals erforscht. 

Andreas Känner, Direktor des Gymnasiums und CDU-Stadtrat, trat dafür ein, beide Parks nach den Ermordeten zu benennen. „Gerade in der jetzigen Zeit sollte an die beiden jungen Leute erinnert werden“, sagt er. Auch Dr. Ulrich Hensel von der Fraktion SPD/Linke/Grüne sieht in der Bezeichnung des Parkes mit den Namen Charlotte Freche und Joseph Paulin Michel eine gute Gelegenheit, in Würde an die ermordeten zu erinnern. 

„Jetzt haben wir die Chance, das zu tun, wir sollten sie nicht vergeben.“ Detlev Dauphin, Fraktionschef der Freien Wähler, trat dafür ein, die Areale „Röderpark“ zu nennen. Dieser Name wurde auch am häufigsten von Radebergern vorgeschlagen. „Radeberger sollen sich in dem Park erholen und nicht an die schrecklichen Dinge erinnert werden.“

Klare Entscheidung im Stadtrat

Das sah auch die Mehrheit der Stadträte so. Mit 18 Ja-Stimmen und drei Gegenstimmen votierten sie für den Namen „Röderpark“. Die Bezeichnung gilt für die Parks an der August-Bebel-Straße und an der ehemaligen Druckerei, also die Flächen rechts und links der Dresdner Straße. 

In den vergangenen Monaten wurden an der ehemaligen Druckerei unter anderem Wege angelegt, ein Hochbeet aufgestellt sowie ein Sandsteinbogen mit Pergola errichtet. Seit Mai vergangenen Jahres verbindet eine Fußgängerbrücke das Areal mit dem Gelbkehain auf der anderen Seite der Großen Röder. 

An der August-Bebel-Straße entstand ein Areal mit Wiesen, vielen Sträuchern und Bäumen. An den Wegen wurden Bänke aufgestellt. Das Flussufer ist jetzt frei zugänglich. Gearbeitet wird auch im Gelbkehain. 

Hier werden ebenfalls Wege neu angelegt, es entsteht unter anderem ein Spielplatz mit großer Rutsche. Die Investitionen für alle drei Areale betragen mehr als eine Million Euro. (SZ/td)

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