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Bierstadtfest in Coronazeiten: Radeberg feiert ausgelassen

Die Besucher haben drei Tage mit viel Musik erlebt. Die Coronabeschränkungen fielen kaum jemandem auf.

Die Max Demian Band erfüllte alle Erwartungen. Bei ihrem Auftritt am Sonnabend war der Marktplatz voll. Vor der Bühne wurde bis in die späten Abendstunden ausgelassen getanzt.
Die Max Demian Band erfüllte alle Erwartungen. Bei ihrem Auftritt am Sonnabend war der Marktplatz voll. Vor der Bühne wurde bis in die späten Abendstunden ausgelassen getanzt. © René Meinig

Radeberg. Friedlich, festlich und familiär – so lässt sich das Bierstadtfest vom Wochenende zusammenfassen. Tausende Radeberger und ihre Gäste erlebten drei entspannte Tage mit viel Musik. Schon zur Eröffnung am Freitagabend war der Marktplatz voller Menschen. Um 19 Uhr gab es den traditionellen Fassbieranstich durch Oberbürgermeister Gerhard Lemm (SPD). Offenbar klemmte diesmal der Messinghahn. Fast zehn Schläge brauchte der OB, bis das Pilsner floss.

Die Flaniermeile auf der Hauptstraße war besonders an den Abenden gut gefüllt.
Die Flaniermeile auf der Hauptstraße war besonders an den Abenden gut gefüllt. © René Meinig
Der Schmied zeigte auf der Hauptstraße seine Handwerkskunst. Zahlreiche Besucher beobachteten ihn bei seiner Arbeit.
Der Schmied zeigte auf der Hauptstraße seine Handwerkskunst. Zahlreiche Besucher beobachteten ihn bei seiner Arbeit. © René Meinig
Am Freitagabend waren die Radeberger Spielmannszüge auf dem Markt aufmarschiert. Sie bekamen für ihr kleines Konzert viel Applaus.
Am Freitagabend waren die Radeberger Spielmannszüge auf dem Markt aufmarschiert. Sie bekamen für ihr kleines Konzert viel Applaus. © René Meinig
Die Jüngsten kamen beim Stadtfest ebenfalls auf ihre Kosten, für sie war unter anderem ein Karussell in Betrieb.
Die Jüngsten kamen beim Stadtfest ebenfalls auf ihre Kosten, für sie war unter anderem ein Karussell in Betrieb. © René Meinig
Schon zur Eröffnung am Freitag war der Marktplatz voller Besucher.
Schon zur Eröffnung am Freitag war der Marktplatz voller Besucher. © René Meinig
Neben Fahrrädern versteigerte OB Gerhard Lemm auch Spielzeug. Jutta Schmidt von der Stadtverwaltung assistierte ihm dabei.
Neben Fahrrädern versteigerte OB Gerhard Lemm auch Spielzeug. Jutta Schmidt von der Stadtverwaltung assistierte ihm dabei. © René Meinig
Die Band Ostklang sorgte am Sonnabend auf dem Markt für Stimmung.
Die Band Ostklang sorgte am Sonnabend auf dem Markt für Stimmung. © René Meinig

Wie viele Gäste vor der Hauptbühne mitfeierten, konnten die Organisatoren diesmal genau sagen. Dazu brauchten sie nur auf ihr Handy zu schauen. Sie hatten eine App installiert, die in Echtzeit die Anzahl anzeigte. „Die Besucher gelangen über fünf Eingänge in den umzäunten Bereich auf dem Markt. An allen wird vom Sicherheitspersonal genau gezählt, wie viele Menschen hinein- und herausgehen“, sagte Hagen Stieglitz von der Agentur Schröder, die das Bierstadtfest mit organisierte.

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Genau 745 Besucher wurden zum Zeitpunkt des Bieranstichs gezählt. Den Sonnabend nutzten viele, um an den vielen Ständen zwischen Kaiserhof und dem Markt vorbeizuschlendern. Viele gönnten sich einen Imbiss, ließen sich von einem Karikaturenzeichner in Szene setzen oder unterhielten sich mit Freunden und Bekannten.

Unter den Besuchern waren mehrere Stadträte. „Ich empfinde die Atmosphäre als sehr angenehm“, sagte Gabor Kühnapfel von der Fraktion SPD/Grüne/Linke. „Ich habe den Eindruck, dass im Gegensatz zu vergangenen Bierstadtfesten mehr Familien unterwegs sind. Schade nur, dass das Bierfassrollen ausfällt. Das war immer ein wichtiger Programmpunkt, der einfach zu einem Bierstadtfest dazugehört.“

Mit Spannung wurde dann am späten Nachmittag die Versteigerung von Fundsachen erwartet. „Ich verstehe nicht, wie man sein Fahrrad stehen lassen kann, wenn ich plötzlich zu Fuß gehe, merke ich das doch“, sagte Auktionator Lemm gleich zu Anfang. Dennoch, auch in diesem Jahr waren vor allem Drahtesel im Angebot.

Wer wollte, konnte echte Schnäppchen machen. Ab 14 Euro begannen die Preise. Einige Räder wurden auch nicht viel teurer verkauft, den höchsten Preis erzielte ein Damenrad mit 70 Euro. Aber auch kuriose Dinge wie ein Akkuschrauber, Kuscheltiere, Armbanduhren und ein Gehstock wechselten den Besitzer. Bei den Bands machte vor allem die Max Demian Band am Abend mächtig Dampf. Der Marktplatz war voll, vor der Bühne wurde ausgelassen getanzt.

Frank Schröder von der gleichnamigen Eventagentur sprach am Sonntag von einem gelungenen Fest. „Die drei Tage wurden sehr gut angenommen. Die Besucher hielten sich an die Regeln. Obwohl wir wegen des Hygienekonzepts nur Einweggeschirr ausgeben konnten, blieb es auf den Plätzen und entlang der Hauptstraße sauber“, sagte er. Auch Zwischenfälle hat es bis zum späten Sonntagnachmittag nicht gegeben, so Schröder weiter.

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