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Radeberg plant Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus

OB Gerhard Lemm ist zuversichtlich, dass er im Dezember stattfindet. Rödertal-Gemeinden bereiten ebenfalls Märkte vor.

Stimmungsvolle Atmosphäre, Lichterglanz und Adventslieder: Weihnachtsmärkte sind jedes Jahr Besuchermagneten. Die Veranstalter in Radeberg und den umliegenden Gemeinden hoffen, dass die Märkte diesmal stattfinden können.
Stimmungsvolle Atmosphäre, Lichterglanz und Adventslieder: Weihnachtsmärkte sind jedes Jahr Besuchermagneten. Die Veranstalter in Radeberg und den umliegenden Gemeinden hoffen, dass die Märkte diesmal stattfinden können. © Symbol: Thorsten Eckert

Radeberg. In anderthalb Monaten ist erster Advent, spätestens dann beginnt die Zeit der Weihnachtsmärkte. Bei den Veranstaltern laufen die Vorbereitungen mit Hochdruck. Auch in Radeberg steht das Datum fest. Von Donnerstag, den 9., bis Sonntag, den 12. Dezember, soll er stattfinden. Doch ist das realistisch angesichts steigender Corona-Infektionszahlen?

Im Landkreis liegt die Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI derzeit bei 115 (Stand Montagnachmittag). Radebergs OB Gerhard Lemm (SPD) ist zuversichtlich. „Die Inzidenz ist ja nicht mehr die einzige Kennziffer, mit der das Infektionsgeschehen dargestellt wird. Die Belegung der Intensivbetten und die Auslastung der Krankenhäuser insgesamt werden jetzt hinzugerechnet und da sieht es im Landkreis sehr gut aus. Grund ist die Impfquote.“ Er verweist auch auf Aussagen von Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU). Ihr Ziel ist es, Weihnachtsmärkte möglichst praktikabel ohne aufwendige Kontrollen von 3G-Nachweisen oder Kontaktnachverfolgung zuzulassen. „Wir gehen davon aus, dass der Markt in diesem Advent möglich sein wird. Auch wenn heute noch niemand mit Sicherheit sagen kann, ob es so kommt.“ 2020 fiel er wegen Corona aus.

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Allerdings plant die Stadt, den diesjährigen Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz vor dem Rathaus stattfinden zu lassen. „Sollte es zu Beschränkungen kommen, können wir sie hier besser umsetzen“, so der OB. Beispielsweise wenn die 2G- oder die 3G-Regel gilt, also Zutritt nur geimpften, genesenen und bei 3G noch getesteten Personen gewährt wird, könnte das an den Eingängen kontrolliert werden. Das Gleiche gilt, wenn eine maximale Besucherzahl festgelegt würde. „Bei einem Weihnachtsmarkt an der Kirche wäre das nicht so einfach möglich.“ Hinzu kommt, dass auf dem Markt mehr Platz ist. „Hier können wir die Hütten weiter auseinanderstellen, wenn es notwendig ist.“ Nachteile wegen des Autoverkehrs am Markt sieht der OB kaum. „Ich habe ja bereits Weihnachtsmärkte hier vor dem Rathaus miterlebt. Der Straßenverkehr hat sich kaum bemerkbar gemacht.“

Eröffnung mit dem Anschnitt des Riesenstollens

Seiner Erfahrung nach wird das Gesundheitsamt in Bautzen das Veranstaltungskonzept für den Radeberger Weihnachtsmarkt wenige Wochen zuvor detailliert festlegen. „Sollte es dann noch möglich sein, ihn auf dem kleineren Areal an der Kirche stattfinden zu lassen, dann können wir schnell umschwenken. Bis zu einer Woche vor dem Termin wäre das möglich. Die Hütten werden ja von Mitarbeitern unseres Stadtwirtschaftshofes aufgestellt.“ Jetzt kommt es darauf an, Händler zu finden. „Wir müssen sehen, ob alle wieder zur Verfügung stehen. Offenbar haben sich einige während des Lockdowns andere Jobs gesucht.“ Auch wenn der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr vor dem Rathaus stattfinden sollte, das Programm wird ablaufen wie sonst. Zur Eröffnung findet der traditionelle Anschnitt des Riesenstollens statt, der Posaunenchor tritt auf und auf der Bühne wird das ganze Wochenende über ein abwechslungsreiches Programm mit Märchen und Konzerten geboten. Beim vergangenen Weihnachtsmarkt waren rund 30 Stände aufgebaut. Ob es auch diesmal so viele werden, ist noch unklar.

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In den umliegenden Rödertal-Gemeinden gibt es ebenfalls Planungen für Weihnachtsmärkte. „Der Zipfelmützenmarkt in Arnsdorf wird stattfinden“, sagt Olaf Umlauft, Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung. Am Sonnabend, dem 27. November, geht es wie gewohnt los mit dem Auftritt des Posaunenchors und dem Stollenanschnitt. Der Weihnachtsmann wird ebenfalls nicht fehlen. „Natürlich kann uns die Corona-Entwicklung noch einen Strich durch die Rechnung machen. Derzeit ist der Zipfelmützenmarkt aber fest eingeplant“, sagt er.

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In der Gemeinde Wachau warten die Vereine offenbar noch ab. „Mir liegen bis jetzt keine Anmeldungen vor“, sagt Kerstin Kröhnert, Mitarbeiterin der Verwaltung. „Es ist noch sehr früh. Vermutlich warten die Veranstalter noch auf genaue Regelungen. Laut ersten Gesprächen könnte es einen kleinen Weihnachtsmarkt vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Leppersdorf geben. Aber wie gesagt, ich habe noch keine Anmeldung vorliegen.“ In der Gemeinde Ottendorf-Okrilla wird es nach jetzigem Stand einen Weihnachtsmarkt im Schloss Hermsdorf veranstaltet. Am Sonnabend, dem 13., und Sonntag, dem 14. November laden die Veranstalter von 10 bis 18 Uhr in die idyllische Umgebung ein.

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