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Bald dreispurig nach Leppersdorf

Der erste Abschnitt der S177 bei Radeberg soll in wenigen Monaten fertig sein. Ab Dienstag heißt es für Autofahrer aber erst einmal viel Zeit einplanen.

Die Sperrschilder stehen schon. Ab Dienstag, den 4. Mai, müssen Autofahrer zwischen Radeberg und Leppersdorf Umleitungen in Kauf nehmen. Die direkte Verbindung von Radeberg zur Autobahn wird gesperrt.
Die Sperrschilder stehen schon. Ab Dienstag, den 4. Mai, müssen Autofahrer zwischen Radeberg und Leppersdorf Umleitungen in Kauf nehmen. Die direkte Verbindung von Radeberg zur Autobahn wird gesperrt. © Christian Juppe Photography

Radeberg. Das ging schnell: Auf der neuen Schnellstraße S177 zwischen Radeberg und der Autobahn bei Leppersdorf liegt erster Asphalt. Lkw brachten ihn vor wenigen Tagen zur Trasse. Verlegemaschinen zogen dann ein dunkles Band vom Ortsausgang Radeberg in Richtung Leppersdorf. Die Straße wirkt bereits so, als könnte sie demnächst freigegeben werden.

Ganz so schnell geht es dann doch nicht. Nach Angaben von Rosalie Stephan vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) müssen sich Autofahrer zunächst auf weite Umleitungen einstellen. Ab Dienstag, den 4. Mai, wird die Verbindungsstraße zwischen Radeberg und Leppersdorf komplett gesperrt. Grund ist der Weiterbau der neuen Schnellstraße. Sie verläuft dicht an der Trasse der alten Straße und quert sie mehrmals. Die Fahrbahn der bisherigen Straße muss teilweise abgetragen werden.

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Für Autofahrer heißt das, teils weite Umwege in Kauf zu nehmen. Alle, die von Radeberg aus in Richtung Pulsnitz wollen, müssen über Großröhrsdorf fahren. Die Umleitung ist über die S158 ausgeschildert (siehe Grafik). Von Großröhrsdorf geht es zum Kreisverkehr am Eierberg. Am Abzweig in Großröhrsdorf wird eine Ampelanlage aufgestellt. Sie regelt den Auto- und den Fußgängerverkehr. Autofahrer, die zur A4 wollen, müssen quasi von „hinten“ auf die Autobahn auffahren. Die Strecke verlängert sich um rund fünf Kilometer.

© SZ Grafik

In der Gegenrichtung von Pulsnitz nach Radeberg erfolgt die Umleitung durch Leppersdorf bis zum Abzweig nach Kleinröhrsdorf und von dort über die K9254 bis zur S158 und dann weiter bis Radeberg. Hier beträgt der Umweg rund zwei Kilometer. Schon in den vergangenen Wochen wurden dazu die Umleitungsstrecken hergerichtet. So wurden zunächst auf der Straße zwischen Leppersdorf und Kleinröhrsdorf (K9254, siehe Grafik) Ausweichstellen angelegt, um den Linienbusverkehr sicherzustellen. Auch die Ampeln wurden inzwischen aufgestellt und Hinweisschilder installiert.

Nach Angaben des Lasuv wird die Umleitung voraussichtlich bis Oktober in Betrieb sein. „Bis zu diesem Zeitpunkt ist geplant, den Streckenabschnitt der S177 von Radeberg bis zum Kreuzungsbereich vor Leppersdorf fertigzustellen“, so Rosalie Stephan. Neben den eigentlichen Straßenbauarbeiten werden in dieser Zeit unter anderem die Leitplanken montiert, Verkehrsschilder aufgestellt und die Fahrbahnmarkierung aufgebracht. „Auch die Kollisionsschutzwände und -zäune zum Schutz müssen im Bereich des Deponieteiches angebracht werden. Die Entdeckung mehrerer Fledermausarten hatte zu Umplanungen und zu Verzögerungen geführt.

Fertigstellung des gesamten Abschnitts erst 2023

Im Herbst soll dann der Abschnitt der neuen S177 von Radeberg bis zum Knotenpunkt vor Leppersdorf freigegeben werden. „Allerdings müssen die noch anstehenden Vergabeverfahren wie vorgesehen erfolgen und auch die Bauarbeiten weitestgehend reibungslos ablaufen.“ Viele Arbeiten sind an der neuen Kreuzung vor Leppersdorf zu erledigen, so die Lasuv-Mitarbeiterin.

Nach Freigabe des ersten Abschnittes konzentrieren sich die Bauleute auf die Strecke, die um Leppersdorf herumführt. Außerdem sollen jetzt noch die Bauleistungen ausgeschrieben werden, die für den Abschnitt nördlich der Autobahn A4 notwendig sind. Neben dem Bau der Trasse wird derzeit eine Hochwasserschutzanlage nördlich der Autobahn errichtet. Alle Brückenbauwerke sowie die vier Regenrückhaltebecken entlang der Strecke sind bereits fertiggestellt.

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Die bestehende Lärmschutzwand entlang der Autobahn soll ebenfalls ab Mai 2021 abgerissen werden. In diesem Bereich entsteht die neue Anschlussstelle. Anschließend errichten die Bauleute eine neue, 340 Meter lange Lärmschutzwand, die im August 2021 fertig sein soll. Das Lasuv rechnet mit einer Fertigstellung des gesamten Abschnitts Radeberg - Autobahn im Jahr 2023.

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