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Schneechaos im Rödertal

Berufspendler brauchten am Montagmorgen viel Geduld. Mehrere Autos blieben in Schneewehen stecken.

Am sogenannten Brauereiberg, an der Kreuzung Dresdener Straße/Rathenaustraße, in Radeberg rutschte ein Lkw auf die Kreuzung. Er musste abgeschleppt werden.
Am sogenannten Brauereiberg, an der Kreuzung Dresdener Straße/Rathenaustraße, in Radeberg rutschte ein Lkw auf die Kreuzung. Er musste abgeschleppt werden. © René Meinig

Radeberg. Dieser Start in die Woche war heftig: Gut 20 Zentimeter Neuschnee, dazu starker Wind und klirrende Kälte. Wer konnte, blieb zuhause. Wer raus musste, wartete oft vergeblich auf den Bus oder die Bahn. Auf vielen Straßen ging nichts mehr. Ein Überblick über die Situation im Rödertal.

Ottendorf-Okrilla: Bundesstraße 97 in einer Fahrtrichtung dicht

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Angespannt war die Situation offenbar in Ottendorf-Okrilla. So war die B 97 am morgen stark zugeweht, dass zumindest in Fahrtrichtung Königsbrück nichts mehr ging. In Höhe der Hirschkurve stand ein Lkw am anderen.

An einer leichten Steigung war ein Sattelschlepper liegegeblieben. Einzelne Pkw versuchten immer wieder, daran vorbeizukommen. Auch am Kreisverkehr kam der Verkehr teilweise zum Erliegen. Zwei Brummis steckten dort fest und blockierten ihn.

In den Sozialen Netzwerken berichten Autofahrer von den schwierigen Bedingungen. „Habe um 7 Uhr versucht, nach Dresden zukommen. Habe eine Stunde vom Wachberg Süd bis zum Hermsdorfer Gasthof gebraucht“, schreibt eine Nutzerin auf Facebook.

Normalerweise ist die Strecke eine Sache von Minuten. Ein anderer teilt mit: „Jetzt ist auch noch die Dresdner Straße Richtung Hermsdorf zu, da die LKW zwar an der Auffahrt stehen, aber nicht drauf fahren. Also selbst nach Dresden über die Landstraße steht man fest.“

Laut Ringo Kühn, Leiter des Ottendorfer Bauhofes, sind seine Mitarbeiter seit 2 Uhr morgens unterwegs, um die Straßen zu räumen. „Zuerst kommen die Hauptstraßen und die Straßen mit Busverbindungen dran, dann die Nebenstraßen.“

Er bestätigt, dass es Behinderungen an den Zufahrten zum Gewerbegebiet gegeben hat. „20 Mitarbeiter waren mit sieben Autos unterwegs. Sie tun alles, was sie können. Wegen der großen Schneemengen, der Verwehungen und der allgemeinen Straßenglätte waren Behinderungen nicht immer auszuschließen.“

Manche Ottendorfer sind offenbar nicht ganz zufrieden. „Bin gespannt, wann ein Schneepflug durch Grünberg fährt. Seit zwei Tagen ist nix passiert“, schreibt einer.

Andere werben um Verständnis. „Die tun schon ihr Bestes“, heißt es an einer Stelle. Ein zweiter schreibt: „Auch der Winterdienst ist ab einem bestimmten Punkt machtlos. Selbst wenn sie Salzen bringt das nix, weil der neue Schnee sofort drüber fällt.“

An der Radeberger Landstraße ist ein Pkw in den Graben gerutscht. Der Unfall ereignete sich am Abzweig nach Langebrück.
An der Radeberger Landstraße ist ein Pkw in den Graben gerutscht. Der Unfall ereignete sich am Abzweig nach Langebrück. © René Meinig

Arnsdorf: Gemeinde muss Radlader anfordern

Starke Verwehungen haben im Arnsdorfer Ortsteil Wallroda zu Behinderungen geführt. Nach Angaben von Bauamtsleiterin Karina Rossille musste ein Radlader angefordert werden, weil die Fiebiggasse nicht mehr befahrbar war.

„Aufgrund der großen Menge war es nicht möglich, den Schnee beiseite zu schieben.“ Mit dem Radlader wurde er dann weggeschaufelt. Anwohner sind laut der Amtsleiterin noch von ihren Grundstücken gekommen. Sie konnten nur nicht den direkten Weg zur Hauptverkehrsstraße, der Radeberger Straße nehmen.

Wachau: Auto bleibt in Schneewehe stecken

Seit 4 Uhr morgens war nach Angaben von Bauhof-Koordinator Dominik Thamsen der Winterdienst der Gemeinde Wachau unterwegs. Hauptverkehrsstraße, Bushaltestellen, Fußwege, Einrichtungen der Gemeinde wurden von ihnen freigeschoben.

Nach seinen Angaben rollte der Verkehr auf den Gemeindestraßen am Montagvormittag, wenn auch an vielen Stellen nur langsam. Einen großen Einsatz hat es bereits am Sonntag gegeben. Auf der Schulstraße war zwischen Liegau und Wachau ein Auto stecken geblieben.

„Wir sind mit unseren Räumfahrzeugen von Wachau aus dem Auto entgegengefahren und haben den Schnee beiseite geräumt. Nachdem die Insassen den Wagen selber noch freigeschaufelt hatten, konnten sie aus eigener Kraft weiterfahren.“

Eine SZ-Leserin berichtete, dass sie von Seifersdorf aus ihre Fahrt zur Arbeit in Dresden lieber nicht angetreten hat. „Als ich hörte, die Autobahn ist nicht befahrbar, bin ich lieber zuhause geblieben. Dann ist auch auf den Nebenstraßen kein Durchkommen oder nur mit hohem Zeitaufwand. Außerdem ist die Unfallgefahr sehr hoch. Glücklicherweise ist meine Firma verständnisvoll.“

Radeberg: Lkw blockiert Kreuzung am Brauereiberg

In Radeberg gab es ebenfalls Behinderungen wegen liegengebliebener Lkws. An der Kreuzung Pulsnitzer Straße/Kamenzer Straße kam ein Milchlaster nicht weiter, nach dem er an der Ampel angehalten hatte. An der Kreuzung Dresdener Straße/Rathenaustraße, am sogenannten Brauereiberg war ein Lkw ins Rutschen gekommen.

Er kam die Rathenaustraße herunter und konnte offenbar an der Ampel nicht halten. Er rutschte auf die Kreuzung und blockierte beide Fahrspuren. Der Winterdienst rückte mit Einsatzfahrzeugen an und schleppte den Brummi von der Kreuzung.

Nach Angaben von Stadtsprecher Jürgen Wähnert blieben auf der Schillerstraße am Morgen zwei Autos stecken. „Sie waren in eine Schneewehe gefahren. An der Stelle befindet sich freies Feld und auf der Fahrbahn konnte sich viel Schnee ansammeln. Mitarbeiter des Bauhofes befreiten die Autos“, sagt er.

Vor den Toren Radebergs, in der Dresdner Heide, hat sich am Abzweig nach Langebrück ein Unfall ereignet. An der Kreuzung ist ein Pkw in den Straßengraben gerutscht. Der Unfall muss sich in den frühen Morgenstunden ereignet haben.

Am Vormittag stand der Wagen noch tief verschneit an der Böschung. Nach Einschätzung Frank Höhme, Chef der Radeberger Feuerwehr, verlief der Montagmorgen trotz der starken Schneefälle relativ ruhig. „Die Radeberger Feuerwehr hatte keine Einsätze nach Unfällen.“

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